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Artikel

Contribution to the discussion about brown coal burning: Effects of brown coal ash and FGD gypsum on ecosystems. Ways to a better understanding of human influence on environment

von Prof. Dr. Horst Bannwarth, Universität zu Köln

Es geht in dem vorliegenden Beitrag vorrangig um die solide Vermittlung naturwissenschaftlicher Verständnisgrundlagen für das Handeln gegenüber der vom Menschen beeinflussten, gestalteten und in seinen Auswirkungen zu verantwortenden Kultur-Natur einschließlich der Wälder, sowie in diesem Kontext um die Kompetenz zur Bewältigung unserer wichtigsten Zukunftsfragen im Zusammenhang mit Klima, Umwelt und Gesundheit bereits in der Schule. Dazu gehört aus der Sicht der Umwelt- und Gesundheitserziehung die Entwicklung handlungsorientierten Verantwortungsdenkens. Es wird aufgezeigt, dass mit den bescheidenen Möglichkeiten der Schule im Rahmen des forschenden Unterrichtens durch vergleichende Beobachtungen, Experimente und Berechnungen wichtige und bemerkenswerte Erkenntnisse gewonnen werden können. Diese sind gerade in unserer derzeitigen Situation, in der es um Klimastabilisierung und um den Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energieträger, in Deutschland vor allem aus der Braunkohlenutzung. geht, bedeutsam, interessant und aktuell. Zukunftsentscheidungen müssen ökologisch, ökonomisch und sozial, vor allem aber ethisch fundiert sein. Zum ersten  Gesichtspunkt, der Ökologie der Braunkohlenutzung, soll der Aufsatz neue Aspekte, die bisher in der umweltpolitischen Diskussion um die Braunkohle weitgehend übersehen wurden, beleuchten. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die Möglichkeit der Revitalisierung von Waldökosystemen und die Verbesserung versauerter Böden durch die Kombination von Braunkohlenasche mit Gips aus der Rauchgasentschwefelung (REA-Gips) gelegt. Es soll dabei jedoch nicht einseitig, für oder gegen die Braunkohlenutzung, Stellung bezogen werden. Vielmehr soll der kompetente Schüler oder Bürger zu einem ausgewogenen, sachlich und fachlich begründeten eigenen Urteil kommen können.


Kommentar von Prof. H. Bannwarth auf den Aufsatz von Prof. John F. Stolz im gleichen Heft

Stolz, J.F.: Living with the legacy of Coal

Tipp der Redaktion: Den Aufsatz von Stolz finden Sie unter hee-journal.uni-koeln.de

Den Aufsatz von Herrn Kollegen John F. Stolz empfinde ich weniger als Gegendarstellung, sondern mehr als eine gute Ergänzung. Sein Beitrag ist in einigen Punkten positiver (und ebenfalls nicht einseitig!) ausgefallen, als ich von einer Gegendarstellung erwartete. Ein ganz wichtiger Unterschied ist jedoch, dass sich sein Beitrag auf Steinkohle bei Pittsburgh bezieht, während ich mich mit Braunkohle aus dem Rheinischen Revier befasste. Das ist ein erheblicher Unterschied. Längst bekannte Nachteile für Gesundheit und Umwelt gibt es je nach den Umständen bei beiden, bei der Steinkohle und bei der Braunkohle, wobei bei letzterer vor allem die Tagebaue wegen der Feinstäube problematisch sind. Aber es ging mir mehr um die Mineralien der Braunkohle und das mögliche Recycling, als über die Nachteile und Probleme der Förderung von Bodenschätzen zu schreiben. Ob wir es uns überhaupt leisten können, auf die Förderung der Bodenschätze unabhängig von der Kohle zu verzichten, ist eine ganz andere Frage. Feinstäube sollten meiner Meinung nach chemisch differenziert werden und nicht nur nach Größe PM2,5 oder PM10 sortiert. Wenn wir darüber sprechen, dürfen wir aber die Augen nicht davor verschließen, dass Feinstaub überall, wo die Vegetation entfernt und der Boden aufgerissen wird, ein Problem ist - auch in der Landwirtschaft.


Beiträge zur Schulentwicklung

QUA-LiS NRW

Bewertungskompetenz ist als einer von Vier Kompetenzbereichen Teil einer naturwissenschaftlichen Grundbildung, die 2004 als oberstes Bildungsziel mit den nationalen Bildungsstandards eingeführt wurde. Allerdings stellt der Kompetenzbereich Bewertung für viele Biologielehrerinnen und -lehrer noch immer eine große Herausforderung dar. Hier liegt eine Handreichung vor, die Möglichkeiten zur systematischen Konstruktion von Lernaufgaben für diesen Kompetenzbereich vorstellt.

Die Qualitäts- und UnterstützungsAgentur – Landesinstitut für Schule (QUA-LiS NRW) bietet mit den "Beiträgen zur Schulentwicklung" ein Angebot zur Unterstützung für die Schul- und Unterrichtspraxis.