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Medientipps

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Basiskonzepte

2007 veröffentlichte Jürgen Mayer ein Rahmenkonzept wissenschaftmethodischer Kompetenzen, welches den Bereich der Standards der Erkenntnisgewinnung – wenn auch geringfügig anders benannt – grundlegend in die drei Dimensionen „Kultur der Naturwissenschaften“ (nature of science) und „Biologische Erkenntnismethoden“ (scientific inquiry) und „praktisches Arbeiten (practical work) unterteilte, aus welchen er die drei Kompetenzkonstrukte „Wissenschaftsverständnis“ (epistemological views) „Wissenschaftliches Denken“ (scientific reasoning) und „manuelle Fertigkeiten“ (praktikal skills) ableitete.   Obwohl viele Konzepte, die für ein Wissenschaftsverständnis (epistemological views) und ein naturwissenschaftliches Denken und Erklären (scientific reasoning) erforderlich wären, Bestandteil der Beschreibungen und Kompetenzerwartungen der Erkenntnisgewinnungs- und Kommunikationskompetenz der nationalen Bildungsstandards im Schulfach Biologie sind, werden sie häufig nicht explizit zum Gegenstand des Unterrichts gemacht, sondern laufen nur implizit im Hintergrund mit.
Im Rahmen eines wissenschaftspropädeutischen Unterrichts sollten Schülerinnen und Schüler aber auch dazu befähigt werden, diese zentralen Konzepte zu beschreiben, zu erläutern und selbstständig miteinander zu verbinden. Denn dies sind die Grundlagen, um naturwissenschaftliche Erkenntnisprozesse und ihre Ergebnisse besser interpretieren, reflektieren und bewerten zu können und sie in variablen Situationen selbst zu gestalten.
Dieses mit „Basiskonzepte der Erkenntnisgewinnung“ durchaus provokant betitelte Buch ist als Nachschlagewerk konzipiert, in welchem die wesentlichen Konzepte der biologischen Erkenntnismethoden (scientific inquiry) und der Kultur der Naturwissenschaften (nature of science), die in den in den Kompetenzerwartungen und Beschreibungen der Kompetenzbereiche Erkenntnisgewinnung und Kommunikation in den Kernlehrplänen NRWs sowie den KMK-Bildungsstandards (für die SI und SII) des Unterrichtsfachs Biologie immer wieder als Schlagworte erscheinen, grundlegend und systematisch erläutert werden. Darüber hinaus werden anhand von Aufgabenbeispielen Möglichkeiten aufgezeigt wie diese „Basisonzepte“ der Erkenntnisgewinnung anhand von kleinen Lernaufgaben selbst zum Gegenstand eines kompetenzorientierten und kognitiv aktivierenden Biologieunterrichts in der S I und S II gemacht werden können.



Mikrobe des Jahres 2020

Ein soziales und kommunikatives Bakterium

Sie rotten sich zu Hunderttausenden zusammen, belagern das Opfer und vernichten es schließlich: Myxococcus xanthus ist ein in der Gruppe aktiver Jäger, der andere Bakterien als Nahrungsquelle nutzt. Dazu müssen die winzigen stäbchenförmigen Bakterien miteinander kommunizieren und ihr Verhalten koordinieren. Dieses faszinierende und in sozialem Verband lebende Bakterium wählte die Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM) zur Mikrobe des Jahres 2020.

weiterlesen unter: https://vaam.de/infoportal-mikrobiologie/mikrobe-des-jahres/mikrobe-des-jahres-2020/

Bildquelle: https://vaam.de/infoportal-mikrobiologie/mikrobe-des-jahres/kontakt-presse/pressebilder/
 


Pilzfinder

Ein Pilzlexikon mit sehr vielen Facetten bis hin zu Anfängertipps, einer Beraterseite und Kochrezepten! Zu finden unter

https://www.pilzfinder.de/pilze.html


Unsere häufigsten Gartenvögel


Artikel

Contribution to the discussion about brown coal burning: Effects of brown coal ash and FGD gypsum on ecosystems. Ways to a better understanding of human influence on environment

von Prof. Dr. Horst Bannwarth, Universität zu Köln

Es geht in dem vorliegenden Beitrag vorrangig um die solide Vermittlung naturwissenschaftlicher Verständnisgrundlagen für das Handeln gegenüber der vom Menschen beeinflussten, gestalteten und in seinen Auswirkungen zu verantwortenden Kultur-Natur einschließlich der Wälder, sowie in diesem Kontext um die Kompetenz zur Bewältigung unserer wichtigsten Zukunftsfragen im Zusammenhang mit Klima, Umwelt und Gesundheit bereits in der Schule. Dazu gehört aus der Sicht der Umwelt- und Gesundheitserziehung die Entwicklung handlungsorientierten Verantwortungsdenkens. Es wird aufgezeigt, dass mit den bescheidenen Möglichkeiten der Schule im Rahmen des forschenden Unterrichtens durch vergleichende Beobachtungen, Experimente und Berechnungen wichtige und bemerkenswerte Erkenntnisse gewonnen werden können. Diese sind gerade in unserer derzeitigen Situation, in der es um Klimastabilisierung und um den Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energieträger, in Deutschland vor allem aus der Braunkohlenutzung. geht, bedeutsam, interessant und aktuell. Zukunftsentscheidungen müssen ökologisch, ökonomisch und sozial, vor allem aber ethisch fundiert sein. Zum ersten  Gesichtspunkt, der Ökologie der Braunkohlenutzung, soll der Aufsatz neue Aspekte, die bisher in der umweltpolitischen Diskussion um die Braunkohle weitgehend übersehen wurden, beleuchten. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die Möglichkeit der Revitalisierung von Waldökosystemen und die Verbesserung versauerter Böden durch die Kombination von Braunkohlenasche mit Gips aus der Rauchgasentschwefelung (REA-Gips) gelegt. Es soll dabei jedoch nicht einseitig, für oder gegen die Braunkohlenutzung, Stellung bezogen werden. Vielmehr soll der kompetente Schüler oder Bürger zu einem ausgewogenen, sachlich und fachlich begründeten eigenen Urteil kommen können.


Kommentar von Prof. H. Bannwarth auf den Aufsatz von Prof. John F. Stolz im gleichen Heft

Stolz, J.F.: Living with the legacy of Coal

Tipp der Redaktion: Den Aufsatz von Stolz finden Sie unter hee-journal.uni-koeln.de

Den Aufsatz von Herrn Kollegen John F. Stolz empfinde ich weniger als Gegendarstellung, sondern mehr als eine gute Ergänzung. Sein Beitrag ist in einigen Punkten positiver (und ebenfalls nicht einseitig!) ausgefallen, als ich von einer Gegendarstellung erwartete. Ein ganz wichtiger Unterschied ist jedoch, dass sich sein Beitrag auf Steinkohle bei Pittsburgh bezieht, während ich mich mit Braunkohle aus dem Rheinischen Revier befasste. Das ist ein erheblicher Unterschied. Längst bekannte Nachteile für Gesundheit und Umwelt gibt es je nach den Umständen bei beiden, bei der Steinkohle und bei der Braunkohle, wobei bei letzterer vor allem die Tagebaue wegen der Feinstäube problematisch sind. Aber es ging mir mehr um die Mineralien der Braunkohle und das mögliche Recycling, als über die Nachteile und Probleme der Förderung von Bodenschätzen zu schreiben. Ob wir es uns überhaupt leisten können, auf die Förderung der Bodenschätze unabhängig von der Kohle zu verzichten, ist eine ganz andere Frage. Feinstäube sollten meiner Meinung nach chemisch differenziert werden und nicht nur nach Größe PM2,5 oder PM10 sortiert. Wenn wir darüber sprechen, dürfen wir aber die Augen nicht davor verschließen, dass Feinstaub überall, wo die Vegetation entfernt und der Boden aufgerissen wird, ein Problem ist - auch in der Landwirtschaft.


Beiträge zur Schulentwicklung

QUA-LiS NRW

Bewertungskompetenz ist als einer von Vier Kompetenzbereichen Teil einer naturwissenschaftlichen Grundbildung, die 2004 als oberstes Bildungsziel mit den nationalen Bildungsstandards eingeführt wurde. Allerdings stellt der Kompetenzbereich Bewertung für viele Biologielehrerinnen und -lehrer noch immer eine große Herausforderung dar. Hier liegt eine Handreichung vor, die Möglichkeiten zur systematischen Konstruktion von Lernaufgaben für diesen Kompetenzbereich vorstellt.

Die Qualitäts- und UnterstützungsAgentur – Landesinstitut für Schule (QUA-LiS NRW) bietet mit den "Beiträgen zur Schulentwicklung" ein Angebot zur Unterstützung für die Schul- und Unterrichtspraxis.