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Rat der Europäischen Union legt neuen Rahmen für Wissenschaftsdiplomatie fest

Europaflagge
Bild: Pixabay

Der Rat der Europäischen Union hat eine Empfehlung zur Festlegung eines neuen Rahmens der Europäischen Union für Wissenschaftsdiplomatie angenommen. Damit soll die weltweite Führungsrolle der Union in Wissenschaft und Technologie gestärkt und die wissenschaftliche Zusammenarbeit genutzt werden, um ihre außenpolitischen Ziele voranzubringen.

Wissenschaft als diplomatisches Instrument

In der Empfehlung wird betont, dass die Wissenschaft ein globales öffentliches Gut ist und dass die wissenschaftliche Zusammenarbeit Vertrauen schaffen und den Dialog mit Drittländern erleichtern kann. Bedeutend ist dabei eine offene und sichere internationale Zusammenarbeit in Forschung und Innovation, etwa auf der Grundlage der Assoziierung von Drittländern mit „Horizont Europa“ und anderen Initiativen wie „Choose Europe for Science“.

Im neuen Rahmen wird gefordert, die Wirkung der Wissenschaftsdiplomatie im Hinblick auf den Schutz und die Förderung der Werte der Union, einschließlich Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und Achtung der Menschenrechte, zu maximieren. Die Wissenschaftsdiplomatie spielt eine Rolle bei der Verfolgung der Wettbewerbsinteressen der EU, wobei wissenschaftliche Ziele mit außen- und sicherheitspolitischen Interessen in Einklang gebracht werden müssen. Dazu zählt auch, Risiken zu bewerten und Chancen zu nutzen, etwa bei der künstlichen Intelligenz und der Quantentechnologie.

Stärkere Partnerschaften

Der Rat bringt seine Entschlossenheit zum Ausdruck, die Partnerschaften mit dem globalen Süden zu stärken, um die Forschungskapazitäten zu unterstützen und gemeinsame globale Herausforderungen zu bewältigen. Insbesondere fordert er die Einrichtung eines Zentrums für Wissenschaftsdiplomatie im Mittelmeerraum.

Ferner werden die Mitgliedstaaten dazu aufgerufen, Unterstützungsmaßnahmen für die Koordinierung der Wissenschaftsdiplomatie zwischen den Regierungen und mit Interessenträgern zu schaffen und Verbindungen zwischen ihren diplomatischen Diensten und Forschungseinrichtungen, Universitäten und anderen Hochschuleinrichtungen, einschließlich der Allianzen der Initiative „Europäische Hochschulen“, zu fördern.

Ein besonderer Schwerpunkt des heute angenommenen Textes ist die Einbeziehung der Wissenschaftsdiplomatie in Programme der allgemeinen und beruflichen Bildung, um jüngere Generationen zu sensibilisieren.

Zudem wird die Kommission aufgefordert, bahnbrechende globale Entwicklungen in Forschung, Technologie und Innovation, wie die verstärkte Nutzung von KI in der Wissenschaft, stärker zu überwachen und ihre Auswirkungen zu bewerten.

Nicht zuletzt wird hervorgehoben, wie wichtig es ist, die Forschungssicherheit aufrechtzuerhalten und sicherzustellen, dass die Bemühungen im Bereich der Wissenschaftsdiplomatie auf das auswärtige Handeln der Union abgestimmt sind.

Rat der Europäischen Union


Empfehlung des Rates über einen neuen Rahmen für Wissenschaftsdiplomatie 

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