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Aktuelles aus den Biowissenschaften

Geplante Kürzung von Förderprogrammen in der internationalen Hochschulzusammenarbeit schwächt Deutschlands Interessen

Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen kritisiert nachdrücklich die Ankündigung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), bis 2031 schrittweise alle Hochschulkooperationsprogramme der Entwicklungszusammenarbeit – mit Ausnahme eines Alumniprogramms – einzustellen. 

Mit den BMZ-Programmen zum individuellen und institutionellen Kapazitätsaufbau in Forschung, Lehre und Hochschulmanagement haben deutsche Hochschulen über mehr als drei Jahrzehnte hinweg gemeinsam mit Partnern in Ländern des Globalen Südens erfolgreich Bildungs- und Wissenschaftssysteme vor Ort gestärkt und die Zusammenarbeit mit Deutschland vertieft. Die bislang insbesondere mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) sowie der Alexander von Humboldt-Stiftung und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) realisierte Hochschul- und Wissenschaftsförderung des BMZ hat dazu beigetragen, dass Generationen junger Menschen im Globalen Süden Perspektiven in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik entwickeln konnten. Die Zukunft vieler Staaten in Afrika, Asien und Lateinamerika und ihr Verhältnis zu Deutschland und Europa entscheidet sich maßgeblich an ihren Bildungsangeboten und ihrer Innovationsfähigkeit. 

„Wer akademische Kooperationen – sowohl institutionelle als auch individuelle – zurückfährt, beschneidet international Potenziale für Wohlstand und die Fähigkeit, global vernetzt Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit zu finden. Die nachhaltig verankerte Hochschulzusammenarbeit mit Entwicklungs- und Schwellenländern dient dezidiert Deutschlands Interessen in Wissenschaft, Wirtschaft und Außenpolitik: Sie eröffnen Zugänge zu Fachkräften, Innovationsräumen, Forschungsdaten, Zukunftsmärkten und tragfähigen politischen wie gesellschaftlichen Netzwerken. Ohne die bisherigen Kooperationsprogramme verliert Deutschland nachhaltig Einfluss in Regionen, in denen andere Staaten ihre wissenschafts- und bildungspolitische Präsenz derzeit gezielt ausbauen“, erläutert Prof. Dr. Walter Rosenthal, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz und 2026 Sprecher der Allianz der Wissenschaftsorganisationen.

Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen appelliert an die Bundesregierung und den Deutschen Bundestag, im weiteren Haushaltsprozess tragfähige Lösungen zu finden, damit die Zusammenarbeit zwischen deutschen Hochschulen und Partnern im Globalen Süden weiterhin die nötige Unterstützung erhält.

Allianz der Wissenschaftsorganisationen
 

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