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Biologie erleben: Karl-von-Frisch-Preis 2026 des VBIO LV Bayern am Biozentrum der LMU verliehen

Menschen im Hörsaal
Die bayerischen Karl-von-Frisch-Preisträgerinnen und -Preisträger 2026 im Hörsaal der LMU. Bild: LV Bayern

Der Karl-von-Frisch-Preis wird jährlich an Schülerinnen und Schüler vergeben, die in der gymnasialen Oberstufe und im Abitur im Fach Biologie herausragende Leistungen erzielt haben. Seit 2024 erfolgt die Vergabe bundesweit nach einheitlichen Kriterien und damit auch seit knapp 20 Jahren wieder im Landesverband Bayern. Neben sehr guten fachlichen Leistungen fließen auch Kurzgutachten der Lehrkräfte sowie besonderes Engagement oder weitere Auszeichnungen in die Bewertung ein. Der Preis umfasst eine Urkunde sowie eine kostenfreie VBIO-Mitgliedschaft und soll junge Menschen darin bestärken, ihr Interesse an den Biowissenschaften weiterzuverfolgen. 

34 Grad im Schatten konnten sie nicht abschrecken: Mehr als die Hälfte der diesjährigen bayerischen Karl-von-Frisch-Preisträgerinnen und -Preisträger machte sich am Donnerstag, den 25. Juni 2026, auf den Weg nach Martinsried, um ihre Auszeichnung persönlich entgegenzunehmen. Im Biozentrum der Ludwig-Maximilians-Universität München würdigte der Landesverband Bayern im Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e. V. herausragende Leistungen im Fach Biologie.

36 der insgesamt 72 ausgezeichneten Abiturientinnen und Abiturienten kamen gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften und weiteren Begleitpersonen zur feierlichen Preisverleihung an die Fakultät für Biologie. Schon ab 14 Uhr wurden die Gäste im Foyer des Biozentrums empfangen – bei großer Hitze waren kalte Getränke nach teils stundenlanger Anreise aus ganz Bayern besonders willkommen.

Nach der Begrüßung führte Dr. Simon Häußler aus der VBIO-Geschäftsstelle München in den Preis, den VBIO und die Bedeutung der Biowissenschaften ein. Anschließend überreichte Franz Hammerl-Pfister, Karl-von-Frisch-Beauftragter des Landesverbandes Bayern im VBIO, den Preisträgerinnen und Preisträgern ihre Urkunden. Die Freude war dabei nicht nur den ausgezeichneten jungen Menschen anzusehen, sondern auch den Eltern und Lehrkräften, die sie auf ihrem Weg begleitet und unterstützt haben.

Ein wissenschaftlicher Höhepunkt des Nachmittags war der Festvortrag von Prof. Dr. Christof Osman. In englischer Sprache gab er den Abiturientinnen und Abiturienten einen Einblick in die Wissenschaftssprache und stellte seine Forschung zur Erhaltung und Vererbung mitochondrialer DNA vor. Zugleich berichtete er von seinem eigenen wissenschaftlichen Werdegang, der ihn unter anderem bis nach San Fransisco führte. Den jungen Gästen gab er mit auf den Weg, neugierig zu bleiben, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und Wissenschaft auch als Möglichkeit zu begreifen, die Schönheit und Vielfalt der Natur immer wieder neu zu entdecken.

Beim anschließenden Get-together mit Buffet und Getränken bot sich Gelegenheit für Gespräche zwischen Preisträgerinnen und Preisträgern, Familien, Lehrkräften, Vertreterinnen und Vertretern des VBIO sowie Angehörigen der LMU und der Graduate School Life Science Munich (LSM). Parallel erhielten Eltern und Lehrkräfte bei einer Führung mit Dr. Andreas Brachmann vom Biozentrum Einblicke in das Institut und die Forschungsumgebung.

Für die Preisträgerinnen und Preisträger selbst wurde es ab 17 Uhr noch einmal besonders praktisch: Bei der Laborführung durch die Labore von Prof. Dr. Christof Osman, die von seinem Team durchgeführt wurde, erhielten sie Einblicke in aktuelle Forschung an Mitochondrien. Unter dem Mikroskop konnten sie Mitochondrien in Hefezellen (Saccharomyces cerevisiae) bestaunen, die durch Fluoreszenzmarker sichtbar gemacht wurden. Ergänzend stellte Dr. Simon Häußler in den Laboren von PD Dr. Tamara Mikeladze-Dvali den Fadenwurm Caenorhabditis elegans vor – ein weiterer Modellorganismus in der Zell- und Entwicklungsbiologie. Besonders eindrucksvoll wurde es, als auch diese Tiere durch ein eingeschleustes GFP-Gen unter dem Mikroskop zum Leuchten gebracht wurden. Spätestens in diesem Moment leuchteten auch die Augen der jungen Biologietalente.

Die Preisverleihung in Martinsried zeigte damit eindrucksvoll, worum es beim Karl-von-Frisch-Preis geht: um Anerkennung für außergewöhnliche Leistungen, um Begegnung mit aktueller Forschung und um die Ermutigung, Begeisterung für Biologie weiterzutragen. Der VBIO Bayern dankt der Fakultät für Biologie der Ludwig-Maximilians-Universität München, Prof. Dr. Christof Osman und seinem Team, PD Dr. Tamara Mikeladze-Dvali und ihrem Labor, Dr. Andreas Brachmann sowie allen Beteiligten, die diesen besonderen Nachmittag ermöglicht haben.

LV Bayern im VBIO

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