VBIO

Zukunft Biowissenschaften gemeinsam gestalten! 

Als VBIO sind wir überzeugt: Die Biowissenschaften liefern wichtige Beiträge, um Zukunftsprobleme zu erforschen und Lösungsansätze zu entwickeln.

Alfred-Wegener-Institut und Uni Bremen können gefährdete Klima- und Umweltdaten weiterhin sichern

Bereits im Jahr 2025 haben das Alfred-Wegener-Institut (AWI) und die Uni Bremen umfangreiche Datensätze aus den USA gesichert. Nun hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) rund 860.000 Euro Förderung bewilligt, um auf Basis der Datenplattform PANGAEA gefährdete Daten systematisch zu identifizieren und langfristig zu sichern. 

Meteorologisches Observatorium Ozonsonde  Quelle: Thomas Steuer  Copyright: Alfred-Wegener-Institut / Thomas Steuer

Meteorologisches Observatorium Ozonsonde Copyright: Alfred-Wegener-Institut / Thomas Steuer

PANGAEA ist ein weltweit anerkannter Data Publisher, der wissenschaftliche Daten aus den Erde- und Umweltwissenschaften veröffentlicht und archiviert. Betrieben wird PANGAEA gemeinsam vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) und vom MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen. Die Plattform stellt sicher, dass hochwertige, gut strukturierte und interoperable Datensätze erhalten und unter Open Access Bedingungen zur Verfügung gestellt werden. 
„PANGAEA erfreut sich in der Klima- und Umweltforschung höchster Anerkennung und Wertschätzung“, sagt Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft der Freien Hansestadt Bremen. „Ich freue mich sehr, dass die DFG die Förderung für dieses Projekt bewilligt hat. Gerade angesichts der aktuellen weltpolitischen Entwicklungen sind diese Daten ebenso verletzliche wie kostbare Schätze für die internationale Wissenschaft. Dass wir sie hierzulande sichern können, kommt uns allen zugute.“
Dank der DFG-Förderung können nun in diesem und im kommenden Jahr drei Wissenschaftler:innen bei PANGAEA in den Bereichen Datenscouting, Datenkuration und Softwareentwicklung die Datenrettung weiter unterstützen und an nachhaltigen nationalen und internationalen Strategien mitarbeiten. Ziel ist es, im internationalen Austausch Datensätze von hohem wissenschaftlichen Wert zu identifizieren, die beispielsweise durch politische Entwicklungen gefährdet wären, und diese in PANGAEA pro-aktiv zu sichern. „Somit stehen die Daten aus dem Klima- und Umweltbereich der wissenschaftlichen Gemeinschaft nachhaltig zur Verfügung“, sagt Frank Oliver Glöckner, Leiter des Bereichs DATA am AWI und Professor für Erdsystemdatenwissenschaften am MARUM der Universität Bremen und ergänzt: „Durch eine intelligente Redundanz der Dateninfrastrukturen wird das Projekt die Resilienz und Datensouveränität in Europa stärken.“ 

Erste Erfahrungen mit diesen Aufgaben konnten die Datenexpertinnen und -experten bereits 2025 sammeln. Im vergangenen Jahr hatte die US-Behörde National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) explizit auf die Gefährdungen von Datensätzen hingewiesen. Diese wurden in PANGAEA überführt und damit gesichert. „Der besondere Wert dieser Daten liegt darin, dass sie lange Zeitreihen umfassen“, ergänzt Dr. Janine Felden, Mit-Antragstellerin und Leiterin von PANGAEA am AWI und MARUM. „Ihr Verlust würde zu erheblichen Lücken in diesen für die Menschheit so wichtigen Bereichen führen.“ 
Ein Teil der DFG-Förderung wird auch rückwirkend für das Jahr 2025 genehmigt. Das AWI habe mit der Datensicherung, für die es personell und finanziell in Vorleistung gegangen sei, erhebliche Verdienste um die Datensicherung erworben, heißt es in der Stellungnahme der Gutachter.

Alfred-Wegener-Institut

Ein Mensch zeigt ein Handydisplay mit Flora Incognita App

Pflanzen spiegeln die städtischen Klima- und Bodeneigenschaften präzise wider. Mit Hilfe von über 80 Millionen Beobachtungen aus…

Weiterlesen
Menschliche Nierenzellen, deren Zellmembranen mit leuchtenden Biosensoren markiert sind.

Einem Forschungsteam ist es gelungen, erstmals in lebenden Zellen zu beobachten, wie G-Protein-gekoppelte Rezeptoren tatsächlich auf Wirkstoffe…

Weiterlesen
Die Isopoden der Familie Haploniscidae leben auf dem Sediment.

Der Tiefseeboden stellt etwa 70 Prozent des Lebensraumes unserer Erde dar und gilt gleichzeitig noch als wenig erforscht. Unklar ist auch, wie…

Weiterlesen