„Biotechnologie ist eine Schlüsseltechnologie und ein zentraler Innovationstreiber für Gesundheit, Industrie, Landwirtschaft und eine nachhaltige Bioökonomie. Wenn es darum geht, exzellente Forschung in marktfähige Anwendungen zu überführen und erfolgreiche Unternehmen hervorzubringen, steht Europa im Vergleich zu den USA oder China vor strukturellen Herausforderungen. Der EU Biotech Act bietet aus unserer Sicht eine einmalige Chance, diese gezielt anzugehen", erklärt Roland Sackers, Vorstandsvorsitzender des BIO Deutschland. „Wir empfehlen dafür fünf zentrale und prioritäre Handlungsfelder: klinische Studien beschleunigen, die Finanzierungslücke beim Scale-up schließen, das europäische Beihilferecht modernisieren, innovationsfreundliche Regulierung stärken und Governance-Strukturen schaffen, die sektorübergreifend für die Biotechnologie agieren", ergänzt Sackers.
Viola Bronsema, Geschäftsführerin des BIO Deutschland, kommentiert: „Eine zügige Implementierung des ersten Teils des Biotech Acts ist jetzt ebenso wichtig wie die Arbeit an dem zweiten Teil, der für die zweite Hälfte dieses Jahres angekündigt wurde. Biotechnologie ist eine Plattformtechnologie, nicht nur für die Gesundheit, sondern auch für Landwirtschaft, Ernährung und nachhaltige Produktion und Produkte. Der erste Teil des Biotech Acts schließt zwar auch Lebensmittel inklusive Novel Food mit ein. Die geplanten Verbesserungen bei deren Zulassung begrüßen wir. Der Ausschluss von Novel Food-Entwicklungen, wie tierfreiem Käse oder kultiviertem Fleisch, von den insbesondere für Sprunginnovationen vorgesehenen Reallaboren sind für uns hingegen nicht nachzuvollziehen. Hier sollte dringend nachgebessert werden."
BIO Deutschland
Die Stellungnahme des BIO Deutschland e. V. zum Entwurf des Biotech Act I finden Sie hier: www.biodeutschland.org/de/positionspapiere/stellungnahme-des-bio-deutschland-e-v-zum-entwurf-des-eu-biotech-act-i-am-10-03-2026.html




