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Perspektiven auf das Wissenschaftszeitvertragsgesetz

Die Junge Akademie formuliert Maßnahmen für mehr Planbarkeit von Karrieren in der Wissenschaft.

Pixabay CC0

Mitglieder der Jungen Akademie haben Vorschläge erarbeitet, die zu mehr Planbarkeit von wissenschaftlichen Karrieren führen sollen. Damit positionieren sie sich im Diskurs um den Perspektivmangel von jungen Wissenschaftler*innen und reagieren auf das Ergebnis der Evaluation des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG). Diese hat im Mai 2022 bestätigt, dass Perspektiven für junge Wissenschaftler*innen im Wissenschaftssystem nach wie vor nicht umfassend gegeben sind und eine nachhaltige, im internationalen Wettbewerb bestehende Karriereplanung weiterhin defizitär ist.

Die von der Jungen Akademie formulierten Vorschläge sind systemumfassend und sollen Wissenschaftler*innen in Deutschland bereits in einer frühen Karrierephase konkrete und transparente Perspektiven für eine planbare Karriere innerhalb und außerhalb der Wissenschaft geben.

„Uns ist bewusst, dass unsere Vorschläge eine große Umstellung des Status quo darstellen, die Herausforderungen für alle Beteiligten mit sich bringen“, so Doris Segets, Mitglied der Jungen Akademie und Ingenieurin an der Universität Duisburg-Essen.

Konkret sollen Mindestvertragslaufzeiten für ausgewiesene Karrierestufen, klare Perspektiven über Tenure-Track-Verfahren sowie Dauerstellen neben der Professur für die angestrebte Planbarkeit sorgen. Grundsätzlich plädiert die Junge Akademie dafür, den Begriff des sogenannten „wissenschaftlichen Nachwuchses“ durch die von der Europäischen Kommission definierten Profile R1-R4 zu ersetzen. Diese Unterteilung wird zum einen den unterschiedlichen Aufgaben und Verantwortungsbereichen von zum Beispiel Wissenschaftler*innen vor der Promotion (R1) oder Gruppenleiter*innen, Juniorprofessor*innen und Habilitierende (R3) gerecht, sorgt außerdem für internationale und intersektionale Vergleichbarkeit und macht darüber hinaus Lösungsansätze nach Karrierestufen nicht nur transparenter, sondern passgenauer im Bedarf.

„Wissenschaft ist ein kompetitives System. Aber auf allen Karrierewegen und Stufen in der Wissenschaft sind nachvollziehbare, transparente und verlässliche Leistungskriterien – gekoppelt an eine strukturell verankerte, verantwortliche Personalentwicklung – für eine gelungene Bestenauslese essenziell“, sagt Timo de Wolff, Sprecher der Jungen Akademie und Mathematiker an der Universität Braunschweig.

Die Junge Akademie präsentiert mit der vorliegenden Stellungnahme einen Ansatz für eine Weiterentwicklung des deutschen Wissenschaftssystems insbesondere im Bereich des Tenure Tracks und der Planbarkeit wissenschaftlicher Karrierewege. Bereits am 27. Juni 2022 wird Doris Segets die Junge Akademie und die in der Stellungnahme erarbeiteten Positionen bei der Veranstaltung „Gute Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft – Auf dem Weg zu einer Reform des WissZeitVG“ im Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung vertreten.

(Die Junge Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina)

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