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EU-Kommission beschleunigt Übergang von Stoffsicherheitsbewertungen ohne Tierversuche

Die Europäische Kommission hat einen Fahrplan für den schrittweisen Ausstieg aus Tierversuchen für Stoffsicherheitsbewertungen vorgelegt, in dem klare und greifbare Schritte festgelegt sind, um den Übergang zu innovativen Ansätzen ohne Tierversuche zu gewährleisten. Der Fahrplan wird auch die Integrität der Sicherheitsbewertungen wahren, die ein hohes Schutzniveau für die Gesundheit von Mensch und Tier und für die Umwelt gewährleisten.

Europaflagge

Bild: Pixabay

Diese Initiative unterstützt und stärkt den bestehenden REACH-Rahmen, das Chemikalienrecht der EU, und ist ein konkretes Ergebnis des Chemikalienaktionsplans, den die Kommission im Juli 2025 vorgelegt hat. Mit 22 Maßnahmen im Rahmen von drei Säulen sieht der Fahrplan vor, Tierversuche für Stoffsicherheitsbewertungen in 15 Bereichen, darunter Chemikalien für Industrie und Verbraucher, Pestizide und Biozide, Arzneimittel sowie Lebensmittel- und Futtermittelzusatzstoffe, schrittweise zu ersetzen. Der Fahrplan enthält Indikatoren, die dazu beitragen, die Fortschritte bei der Umsetzung der Maßnahmen und Empfehlungen zu überwachen.

Die erste Säule konzentriert sich darauf, Veränderungen in Richtung eines schrittweisen Ausstiegs aus der Tierhaltung herbeizuführen. Die Maßnahmen im Rahmen dieser Säule zielen darauf ab, die Entwicklung und Einführung tierversuchsfreier Ansätze zu beschleunigen. Über 30 gezielte Empfehlungen zur Ersetzung, Verringerung oder Verfeinerung von Tierversuchen für Bewertungen der menschlichen Gesundheit und der Umweltsicherheit sind in dieser Säule dargelegt.

Ziel der zweiten Säule ist es, Europa an der Spitze von Forschung und Innovation zu halten. Die Maßnahmen im Rahmen dieser Säule zielen darauf ab, ein breites Ökosystem aus Forschung und Unternehmensinnovation zu unterstützen, um tierversuchsfreie Ansätze zu entwickeln. Die Maßnahmen umfassen die Nutzung von künstlicher Intelligenz und Big Data für die Methodenentwicklung.

Bei der dritten Säule geht es um die Zusammenarbeit in Europa und darüber hinaus. Zu den Maßnahmen im Rahmen dieser Säule gehört die Schaffung eines Rahmens, um die Umsetzung mit allen einschlägigen Interessenträgern in der EU zu erleichtern und die Zusammenarbeit mit den Regulierungsbehörden auf internationaler Ebene zu fördern.

Als Reaktion auf die Europäische Bürgerinitiative „Save Cruelty-Free Cosmetics – Commit to a Europe Without Animal Testing“ hat die Kommission 2023 zugesagt, einen umfassenden Fahrplan für den schrittweisen Ausstieg aus Tierversuchen für Stoffsicherheitsbewertungen auszuarbeiten.

Chemikaliensicherheitsbewertungen tragen dazu bei, dass Produkte, die in Verkehr gebracht werden, sicher sind, aber immer noch weitgehend auf Tierversuche angewiesen sind. Neue alternative Methoden ermöglichen eine schrittweise Abkehr von Tierversuchen und bieten schnellere, kosteneffizientere und innovationsfreundlichere Lösungen für die Industrie.

Nächste Schritte

Die Kommission wird in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten, EU-Agenturen und Interessenträgern unverzüglich mit der Umsetzung des Fahrplans beginnen. Bis 2029 wird die Kommission eine hochrangige Konferenz organisieren, um eine Bilanz der Fortschritte zu ziehen. Der Schwerpunkt der Konferenz wird auf der verstärkten Anwendung und Anwendung tierversuchsfreier Ansätze in allen einschlägigen EU-Rechtsvorschriften, einschließlich REACH, liegen. Dazu gehört auch die Konsultation der Interessenträger über das weitere Vorgehen.

EU-Kommission


Weitere Informationen: Fahrplan für den schrittweisen Ausstieg aus Tierversuchen für Stoffsicherheitsbewertungen

Die Initiative “Tierversuche verstehen” hat den Plan eingeordnet und erläutert die EU-Roadmap im Detail: www.tierversuche-verstehen.de/europa-stellt-die-weichen-fuer-sicherheitspruefungen-ohne-tierversuche/

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