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Schadstoffbelastung von Nord- und Ostsee

Ostsee im Mondschein
Bild von Henryk Niestrój auf Pixabay

Nord- und Ostsee sind noch immer mit Schadstoffen wie Quecksilber und Blei belastet. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung (20/1805) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (20/1509) hervor.

Diese hatte sich nach der Einleitung gefährlicher Stoffe in Gewässer erkundigt und in diesem Zusammenhang auch nach der Umsetzung der OSPAR-Strategie (Übereinkommen zum Schutz der Meeresumwelt für den gesamten Nordost-Atlantik) und Fortschritten im Rahmen des HELCOM-Abkommens (Übereinkommen zum Schutz der Meeresumwelt, Helsinki-Kommission) gefragt.

Hinsichtlich der Ziele der OSPAR-Strategie schreibt die Bundesregierung, dass laut einer Bewertung des OSPAR-Ministertreffens 2021 für die deutschen Gebiete der Nordsee ein „guter Umweltzustand" hinsichtlich der Schadstoffbelastung nicht erreicht wurde. Grund dafür sei vor allem überall verbreitetes Quecksilber - aber auch Blei und „ein Vertreter der polychlorierten Biphenyle" wiesen erhöhte Schwellenwerte auf.

Für die Ostsee sei erst 2023 mit einer aktualisierten Bewertung der Helsinki-Kommission zu rechnen, erklärt die Bundesregierung. Zuletzt sei der Zustand 2017 anhand von zwölf Stoffgruppen begutachtet und im Ergebnis als durch Schadstoffe belastet eingestuft worden. Mit dem 2021 verabschiedeten, aktualisierten Ostsee-Aktionsplan hätten sich die Anrainerstaaten auf das Ziel verständigt, bis 2030 für gefährliche Stoffe Konzentrationen nahe der Hintergrundkonzentrationen zu erreichen, heißt es in der Regierungsantwort.

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