„Die Weiterförderung aller zehn Konsortien der zweiten Ausschreibungsrunde stärkt die NFDI als wissenschaftsgeleitetes Netzwerk unterschiedlicher Communitys, Akteure und Dienste“, betont die Präsidentin der DFG, Professorin Dr. Katja Becker. „Sie festigt die Rolle der NFDI als disziplinübergreifendes Forum für die Erprobung, Etablierung und Fortentwicklung datenbasierter Methoden und Technologien. Auf diese Weise eröffnet die NFDI der Forschung neue Möglichkeiten und schafft zugleich eine wichtige Grundlage zur Sicherstellung digitaler Souveränität und Resilienz der Wissenschafts- und Infrastrukturlandschaft.“
Als größte Forschungsförderorganisation und zentrale Selbstverwaltungseinrichtung für die Wissenschaft in Deutschland steuert und organisiert die DFG den wissenschaftsgeleiteten Begutachtungs- und Auswahlprozess der Konsortien und legt Förderempfehlungen vor. Derzeit fördern Bund und Länder insgesamt 27 Konsortien aus allen Wissenschaftsbereichen, die sich mit ihren Angeboten nicht nur an Forscher*innen aus der eigenen Disziplin richten, sondern in engem Zusammenwirken auch fachübergreifende Dienste entwickeln und bereitstellen. Zu den Diensten der Konsortien gehören beispielsweise die Software-Entwicklung für elektronische Laborjournale, Fortbildungen in der fachgerechten Annotation von Daten oder die Unterstützung und Beratung bei der Sicherung und nachhaltigen Speicherung von vorhandenen und neu produzierten Daten. Zudem werden disziplinübergreifende Metadatenstandards entwickelt, um die Nachnutzbarkeit von vorhandenen Daten auch über Fächergrenzen hinaus zu steigern. Die neun Konsortien der ersten Auswahlrunde konnten sich bereits 2025 erfolgreich für eine weitere Förderung empfehlen.
Ferner verabschiedete die GWK am 10. Juli eine neue Bund-Länder-Vereinbarung zur NDFI. „Dass Bund und Länder sich darauf verständigt haben, die NFDI zunächst bis zum 31. Dezember 2038 weiter zu finanzieren, ist eine unverzichtbare Grundlage für das langfristige Vorhalten von Daten und Diensten für die gute digitale Wissenschaftspraxis und positioniert die NFDI klar als Knotenpunkt für effizientes Forschungsdatenmanagement in Deutschland und darüber hinaus“, konstatiert Dr. Heide Ahrens, die Generalsekretärin der DFG. Die in der BLV definierte Anpassung der Governancestruktur sei klar darauf ausgerichtet, die strategischen Ziele der NFDI zu erreichen. Das zeige sich unter anderem an der neu eingeführten Rolle des technischen Geschäftsführers in einem dreiköpfigen Präsidium.„Dabei wird es nach wie vor darauf ankommen, die NFDI im künftigen Zusammenwirken von Fachbereichen und Betriebsnetzwerk konsequent wissenschaftsgeleitet zu steuern. Mit einem von der DFG administrierten Innovationsprogramm können wir zudem der Dynamik sich stetig wandelnder wissenschaftlicher Bedarfe bestens Rechnung tragen“, fügte Ahrens hinzu.
DFG
Informationen der GWK:
Wegweisende Schritte für zentrale Forschungsinfrastrukturen in Deutschland vereinbart: Stärkung des Forschungsdatenmanagements, des Hochleistungsrechnens mit KI an Hochschulen sowie der Digitalisierung in den Geisteswissenschaften PM_09_26 (nicht barrierefrei)
Weitere Informationen zur NFDI: https://www.dfg.de/de/foerderung/foerderinitiativen/nfdi




