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HRK-Präsident zu Europäischen Hochschulallianzen: Großes Potenzial, aber unzureichende Unterstützung

Anlässlich des heutigen Strategiegesprächs von Hochschulleitungen mit der EU-Kommissarin für Innovation, Forschung, Bildung und Jugend, Mariya Gabriel, unterstrich der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Prof. Dr. Peter-André Alt, die Bedeutung der Europäischen Hochschulallianzen für die deutschen Hochschulen:

„In der grenzüberschreitenden Kooperation steckt für die Hochschulen ein enormes Potenzial. Sie hilft, die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Hochschulen zu stärken, die akademischen Freiheiten in Europa zu sichern und eine europäische Identität zu entwickeln. Die Umsetzung und Etablierung der Europäischen Hochschulallianzen mit gemeinsamen Regeln und Strukturen für die reibungslose Kooperation in Forschung und Lehre bleibt jedoch ein Kraftakt für die Hochschulen. Aus Sicht der HRK ist eine Grundvoraussetzung für den Erfolg, dass Länder, Bund und Europäische Union beim Aufbau der Netzwerke eng zusammenarbeiten.

Auf EU-Ebene bedarf es einer angemessenen und langfristigen Finanzierung sowie eines Gestaltungsfreiraums für die Hochschulen. Bestehende Netzwerke sollten nicht durch Vorgaben zur Aufnahme zusätzlicher Mitglieder überfordert werden, denn es ist für den Erhalt der aktuellen Dynamik wichtig, den existierenden Allianzen die Möglichkeit zur Konsolidierung zu geben. Gleichzeitig sollten neue Netzwerke zeitnah die Chance erhalten, ihre Ideen umzusetzen. Es sollten zukünftig auch alle Hochschultypen mitgenommen und eingebunden werden.

Die Hochschulen können sich über zusätzliche Fördermittel des Bundes freuen, die über das nationale Begleitprogramm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes vergeben werden.

Zur Unterstützung durch die Bundesländer allerdings hat eine HRK-Analyse ein gemischtes Bild ergeben. Während in Ländern wie Baden-Württemberg, Thüringen oder Niedersachsen Kooperationshindernisse bereits gezielt beseitigt und die Hochschulen auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit vorbereitet werden, gibt es in anderen Bundesländern zum Teil wenige oder gar keine Unterstützungsaktivitäten. Es ist sehr bedauerlich, wenn das Potenzial der strategischen Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung, von europäischen integrierten Studiengängen sowie von neuen Formaten der Mobilität und der digitalen Kooperation hier nicht in vollem Umfang erkannt wird.

Die deutschen Hochschulen hoffen in diesem Kontext auf zeitnahe Veränderung, denn für eine erfolgreiche Gestaltung der Europäischen Hochschulallianzen in ganz Deutschland wird es auf die Unterstützung und Kooperation auf allen drei administrativen Ebenen ankommen.“

HRK

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