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Gutachten der Expertenkommission Forschung und Innovation

In einer Unterrichtung (19/30785) hat die Bundesregierung das jährliche Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit für das Jahr 2021 vorgelegt. Die unabhängige wissenschaftliche Expertengruppe befasst sich in ihrem Gutachten unter anderem mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie und stellt fest, dass die Corona-Krise für den größten Teil der deutschen Unternehmen negative Auswirkungen auf laufende oder geplante Innovationsprojekte hat. Zusätzlich würden die kurzfristigen, schuldenfinanzierten Stabilisierungsmaßnahmen die Gefahr bergen, dass in den nächsten Jahren weniger investiert werde. Nach Meinung der Expertengruppe könne die Corona-Krise allerdings auch als Katalysator für den Übergang zu neue Technologien wirken.

Mit Blick auf die forschungs- und innovationspolitischen Maßnahmen der Bundesregierung sei die Einrichtung eines Zukunftsfonds und die Förderung von Zukunftstechnologien wie Wasserstoff- und Quantentechnologien zu begrüßen.

Für die kommende Legislaturperiode identifiziert die Expertengruppe fünf Prioritäten, denen es sich zu widmen gelte: Die künftige Bundesregierung solle "große gesellschaftliche Herausforderungen angehen", "technologische Rückstände aufholen und vermeiden", die "Fachkräftebasis sichern", "Innovationsbeteiligung erhöhen" und die "Agilität der F&I-Politik steigern".

Weiteren Handlungsbedarf sehen die Wissenschaftler in ihrem Gutachten in Bezug auf den Politikansatz der Neuen Missionsorientierung und der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Um den Markt als Entdeckungsverfahren nicht auszuhebeln, aber gleichzeitig die Innovationsaktivitäten in gesellschaftlich verabredete Richtungen zu lenken, die privatwirtschaftliche Akteure sonst nicht einschlagen würden, empfiehlt die Expertengruppe eine marktorientierte Version der Neuen Missionsorientierung zu entwickeln. Um den sich verändernden Anforderungen des Arbeitsmarkts gewachsen zu sein, müsse man außerdem die berufliche Ausbildung an die Anforderungen der digitalisierten Arbeitswelt anpassen.

Ferner befasst sich das Gutachten mit der Gen-Editierung und der Gen-Schere CRISPR/Cas als ein Kernthema 2021. Um genetische Informationen zu verändern und so die Ursachen von Erbkrankheiten direkt zu beheben, bedarf es weiterer großer Fortschritte in der Forschung. Die Expertenkommission spricht sich daher dafür aus, unter Wahrung von Sicherheit und ethischer Vertretbarkeiten, den administrativen Aufwand bei Genehmigungsverfahren zu reduzieren.

Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, hib


Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands 2021 (19/30785)

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