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Deutschland setzt neue Impulse für die Internationalisierung seiner Hochschulen

Die Kultusministerkonferenz (Hochschule) hat in Saarbrücken eine neue, gemeinsam von Bund und Ländern getragene Internationalisierungsstrategie der Hochschulen in Deutschland verabschiedet. Diese soll den Hochschulstandort angesichts neuer technologischer und politischer Entwicklungen sowie steigender globaler Risiken stärken und resilienter machen.

Dazu erklärt Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger: „Die Internationalisierung der Hochschulen ist ein Kernelement exzellenter Forschung und Lehre. Internationale Wissenschaftskooperationen sind zudem der Schlüssel, um globale Herausforderungen wie die Klimakrise, den Gesundheitsschutz oder den demographischen Wandel anzugehen. Deshalb setzen wir neue Impulse für die Internationalisierung unserer Hochschulen in vier zentralen Handlungsfeldern und schaffen gemeinsam mit den Ländern optimale Rahmenbedingungen. So bauen wir die Attraktivität und globale Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Hochschul- und Wissenschaftsstandorts weiter aus.“

Dazu erklärt Jakob von Weizsäcker, KMK-Präsidiumsmitglied und Wissenschaftsminister im Saarland: „Deutschland gehört bereits heute zu den beliebtesten Studienstandorten weltweit, in einer Reihe mit den USA, dem Vereinigten Königreich und Australien. Im Rahmen der Internationalisierungsstrategie wollen wir die Studienbedingungen für internationale Studierende weiter verbessern und stärken uns damit im Wettbewerb um Fachkräfte und wissenschaftliche Exzellenz. Im OECD-Vergleich hat Deutschland heute neben Kanada die höchste Bleibequote bei den Absolventen. Das ist uns Ermutigung für den weiteren Ausbau der Willkommenskultur für unsere ausländischen Studierenden und Absolventen.“

Die neue Strategie zur Internationalisierung der Hochschulen umfasst vier zentrale Handlungsfelder:

  1. Hochschulen als Motoren der internationalen Mobilität: Bund und Länder fördern die Gewinnung, Integration und den Verbleib internationaler Studierender sowie Forschender durch eine verbesserte Willkommenskultur und mehr fremdsprachige Studienangebote. Zudem soll die Vermittlung von Deutschkenntnissen verbessert, die Studienerfolgsquote gesteigert und vermehrt Bleibeperspektiven für internationale Absolventinnen und Absolventen geschaffen werden. Gleichzeitig sollen Internationalisierungserfahrungen inländischer Studierender und Forschender in der Breite gestärkt werden.
  2. Rechtliche und strukturelle Rahmenbedingungen verbessern: Bund und Länder wollen die regulatorischen Voraussetzungen für internationale Studierende durch beschleunigte Visa- und Aufenthaltsverfahren sowie flexible Zugangswege und eine optimierte Anerkennungspraxis verbessern. Weitere Handlungsfelder sind die Diversifizierung des Hochschulpersonals und die bedarfsgerechte Bereitstellung von Wohnraum.
  3. Internationale Zusammenarbeit in einem globalen Kontext: Bund und Länder fördern krisenfeste Strukturen an den Hochschulen und treten für den Schutz der Wissenschaftsfreiheit ein. Dabei setzen sie auf die weitere Stärkung des Europäischen Hochschulraums. Gleichzeitig wird eine intensivere Kooperation mit demokratisch orientierten Ländern und eine geographische Diversifizierung der Partnerschaften, insbesondere im Globalen Süden, verfolgt.
  4. Digitale Transformation nutzen: Bund und Länder fördern die strategische Verzahnung von Digitalisierung und Internationalisierung, schaffen datenschutzsichere Infrastrukturen und setzen sich für die Entwicklung gemeinsamer Standards für den digitalen Austausch ein. Virtuelle Formate ergänzen physische Mobilität und erweitern den Zugang zu internationaler Bildung.

Die neue Strategie gilt für den Zeitraum 2024 bis 2034. Die Umsetzung erfolgt durch den Bund und die Länder in der jeweiligen Verantwortung. Sie soll von einer Indikatoren-basierten Berichterstattung über die Fortschritte begleitet werden.

BMBF


Weitere Informationen: www.bmbf.de/internationalisierungsstrategie

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