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Experten fordern, ökologische Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt der EU-Politik zu stellen

Bild: Pixabay

Die Europäische Gruppe für Ethik der Naturwissenschaften und der neuen Technologien (EGE) hat eine Stellungnahme zur Umsetzung der politischen Verantwortung der EU gegenüber der Natur erstellt. Die Stellungnahme „Valuing Nature: Implications for EU Governance“ wurde am 3. Juni im Rahmen des Ethics Advice Mechanism (EThAM) veröffentlicht, der der Europäischen Kommission und anderen europäischen Institutionen unabhängige ethische Beratung und politische Empfehlungen bietet. In der Stellungnahme wird empfohlen, wie die politischen Verpflichtungen der EU gegenüber der Natur konsequenter in die Entscheidungsfindung umgesetzt werden können, insbesondere unter Bedingungen ökologischer Interdependenz, des Verlusts an biologischer Vielfalt, der Klimainstabilität, des Systemrisikos und ökologischer Grenzen.

EGE-Experten betonen, dass menschliche Gesellschaften nicht von der Natur getrennt sind, sondern Teil der ökologischen Systeme sind, von denen sie abhängen. Daher wird in der Stellungnahme argumentiert, dass ökologische Nachhaltigkeit kein zweitrangiges Ziel ist, sondern für die Widerstandsfähigkeit, den Wohlstand, die Sicherheit und die demokratische Legitimität Europas erforderlich ist, insbesondere vor dem Hintergrund geopolitischer Instabilität, wirtschaftlichem Druck, industriellem Wettbewerb und sozialer Belastung.

Die EGE empfiehlt den politischen Entscheidungsträgern:

  • Schaffung eines Rechts auf eine saubere, gesunde und nachhaltige Umwelt in der EU
  • mehrere Arten der expliziten und konsequenten Bewertung der Natur in die Politikgestaltung zu integrieren, so dass ökologische, ethische, soziale, kulturelle und wirtschaftliche Erwägungen Entscheidungen prägen können
  • wissenschaftlich ermittelte ökologische Grenzen und die Risiken erheblicher Schäden als Zwänge bei der Bewertung, Folgenabschätzung und politischen Entscheidungsfindung zu behandeln;
  • institutionelle Mechanismen zu entwickeln und zu stärken, damit ökologische Belange, einschließlich der Auswirkungen auf die nichtmenschliche Natur, angemessen berücksichtigt und bei der Governance und rechtlichen Entscheidungsfindung berücksichtigt werden;
  • ökonomische Bewertung unter klaren ethischen und ökologischen Bedingungen zu nutzen, so dass solche Instrumente das Wohlbefinden, die Widerstandsfähigkeit, die ökologische Integrität und verschiedene Arten der Bewertung der Natur unterstützen
  • Stärkung von Forschung, verantwortungsvoller Innovation und institutionellem Lernen zur Bewertung der Natur und zur Steuerung der menschlichen Auswirkungen auf die Natur
  • Stärkung gemeinsamer Verantwortlichkeiten, ökologischer Kompetenz und staatsbürgerlicher Kapazitäten für den Schutz der Natur
  • frühzeitige, sinnvolle und sich daraus ergebende Beteiligung an der lokalen, nationalen und EU-Governance mit Auswirkungen auf die Natur.
  • Gewährleistung der Kohärenz zwischen den internen Verpflichtungen der EU in Bezug auf Natur und Nachhaltigkeit und ihrem auswärtigen Handeln

Europäische Kommission (Die Pressemeldung wurde maschinell übersetzt)


Stellungnahme: European Commission: Directorate-General for Research and Innovation, Biller-Andorno, N., do Céu Patrão Neves, M., Laukyte, M., Łuków, P. et al., Ethics Advice Mechanism – Valuing nature – Implications for EU governance – European Group on Ethics in Science and New Technologies, Publications Office of the European Union, 2026, https://data.europa.eu/doi/10.2777/8270326

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