Juni 2026: EU-Fahrplan legt Weg für einen schrittweisen Ausstieg aus Tierversuchen fest

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Als Reaktion auf die Europäische Bürgerinitiative Save Cruelty-Free Cosmetics 2023 – Commit to a Europe without Animal Testing hat die Europäische Kommission nun den lang erwarteten Fahrplan für die schrittweise Einstellung von Tierversuchen für die Bewertung der Chemikaliensicherheitveröffentlicht.
Sie legt darin dar, wie alternative Ansätze Tierversuche schrittweise und unter Einhaltung der Sicherheitsstandards für Mensch und Umwelt reduziert werden sollen.
Der Fahrplan umfasst 15 Bereiche, darunter Industriechemikalien, Pestizide, Biozide, Arzneimittel und Lebensmittelzusatzstoffe in denen kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmenergriffen werden sollen.
Eine zentrale Bedingung des Fahrplans ist, dass alternative Ansätze ein Schutzniveau bieten müssen, das den derzeitigen Methoden entspricht, bevor sie Tierversuche ersetzen können. Die Kommission räumt ein, dass ein direkter Ersatz für einige der komplexesten Sicherheitsendpunkte – etwa Mehrfachapplikation oder Reproduktionstoxizität - derzeit noch nicht möglich ist. Die Erwartung ist, dass zukünftige Bewertungen zunehmend auf einem mechanistischen Verständnis davon beruhen, wie Substanzen Schaden anrichten, wobei mehrere komplementäre Ansätzen zu berücksichtigen sind.
Die Umsetzung des Fahrplans wird durch ein neues Lenkungsteam koordiniert, das Mitgliedstaaten, Regulierungsbehörden, Industrie, Wissenschaft und Nichtregierungsorganisationen umfasst.
Die Kommission wird auch ein öffentliches Dashboard entwickeln, mit dem die Fortschritte verfolgt werden können. Dies soll unter anderem auch Indikatoren wie die Akzeptanz der Regulierungsbehörden, die Aufnahme von Industrien und Investitionen in alternative Ansätze umfassen.
Während die kurzfristigen Maßnahmen bis 2029 voraussichtlich abgeschlossen sein werden, wurden keine Fristen für mittel- und langfristige Ziele festgelegt. Das Fehlen von festen Zeitplänen spiegelt die wissenschaftlichen und regulatorischen Herausforderungen wider, die mit dem Ersatz von Tierversuchen verbunden sind, insbesondere in Bereichen, in denen validierte Alternativen nicht verfügbar sind.
