VBIO

Biowissenschaften in der Mitte der Gesellschaft 

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März 2015: Europäische Bürgerinitiative "Stop vivisection"

Im Jahr 2015 hatte die europäische Bürgerinitiative „Stop Vivisection“ mit einem Quorum von einer Million Unterstützern erreicht, dass die EU-Kommission Position zu wissenschaftlichen Tierversuchen nehmen musste. Die Initiative hatte gefordert, vollständig auf Tierversuche zu verzichten und den Einsatz von Alternativmethoden verbindlich vorzuschreiben.
Die EU-Kommission hatte allerdings dargelegt, dass Tierversuche derzeit noch nicht ersetzbar sind. Zugleich hatte sie Maßnahmen vorgestellt, um die Entwicklung und Einführung tierversuchsfreier Ansätze zu beschleunigen. Hierzu hat sie Ende 2016 zu einer breit angelegten, wissenschaftlichen Tagung geladen, die sehr intensiv Alternativmethoden diskutiert hat.


Der VBIO hatte 2015 an die EU-Kommission appelliert, trotz des hohen öffentlichen Druckes an der EU-Richtlinie 2010/63/EU festzuhalten. Es gebe keine Notwendigkeit, die EU-Richtlinie 2010/63/EU zum Schutz der für wissenschaftliche Zwecke verwendeten Tiere außer Kraft zu setzen, wie dies im Rahmen der europäischen Bürgerinitiative "stop vivisection" gefordert würde. Der VBIO betonte, die Richtlinie sei das Resultat eines langen politischen Abwägungsprozesses, in den alle Stakeholdergruppen einbezogen waren. Durch die erstmals europaweite Festschreibung des „3 R-Prinzip“ (replacement, reduction and refinement) würden die Standards des Tierschutzes deutlich erhöht.