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Biotechnologie-Branchenverband fordert mehr Tempo bei der Umsetzung finanzpolitischer Rahmenbedingungen

Anlässlich des heute in Berlin stattfindenden Biotech Finanz-Gipfel fordert der Biotechnologie-Branchenverband BIO Deutschland e. V. die Regierung auf, jetzt die Umsetzung ihrer zahlreichen Strategien und Vorhaben energisch voranzutreiben.  Nach mehr als einem Jahr im Amt ist bei den finanzpolitischen Rahmenbedingungen bisher wenig passiert, was die Schlüsselindustrie Biotechnologie finanziell stärken würde. Stattdessen werden sogar Maßnahmen ergriffen, die dem Biotech-Standort schaden. In dem aktualisierten Positionspapier der Finanzexpertinnen und -experten des Verbands, welches heute beim Finanz-Gipfel vorgestellt wird, finden sich zahlreiche Vorschläge, wie Deutschland zu einem international führenden Biotechnologie-Standort werden kann.

Roland Sackers, Vorstandsvorsitzender des BIO Deutschland, sagt: „Die Bundesregierung hat mit der Hightech Agenda Deutschland richtige und wichtige Weichen für die Schlüsseltechnologie Biotechnologie gestellt. Das alleine wird aber nicht reichen, um ausreichend Veränderungen hervorzurufen. Die kürzlich veröffentlichten Meilensteine der Roadmap der Hightech Agenda gehen beispielsweise nicht auf steuerliche oder finanzpolitische Rahmenbedingungen ein. Hier sind andere Bundesministerien, insbesondere das Bundesfinanzministerium, gefordert, schnellstmöglich steuerliche Rahmenbedingungen zu setzen, die wirklich etwas bewegen können.”

Viola Bronsema, Geschäftsführerin von BIO Deutschland, ergänzt: „Wir brauchen dringend mehr Tempo bei der Umsetzung von wichtigen Vorhaben. So sind beispielsweise von den 25 Milliarden, die über die Initiative Wachstums- und Innovationskapital für Deutschland, kurz WIN, von institutionellen Investoren in VC investiert werden sollen, gerade einmal 12 Milliarden zugesagt und erst 2,7 wirklich geflossen. Das reicht nicht, um Unternehmen mit hohem Kapitalbedarf in der Wachstumsphase, wie beispielsweise Therapieentwicklern, zu helfen. Andere Maßnahmen, wie die Reform zur Gesetzlichen Krankenversicherung, konterkarieren sogar die Bemühungen, Deutschland zu einem attraktiven und erfolgreichen Biotech-Standort zu machen. Die jüngsten Ankündigungen von internationalen Pharmakonzernen, geplante Milliarden-Investitionen in den deutschen Standort als Reaktion auf das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz zurückzufahren, sprechen für sich.”

Das aktuelle Positionspapier des BIO Deutschland bietet konkrete, umsetzbare Empfehlungen für Politik und Verwaltung, welche die Wettbewerbsfähigkeit der Biotechnologie-Branche sichern können, um Venture Kapital zu mobilisieren, das Start-up Ökosystem zu stärken, die Projektförderung zu verbessern, die Steuerpolitik wettbewerbsfähig zu gestalten und auch auf EU-Ebene Rahmenbedingungen zu reformieren.

Das Finanz-Positionspapier kann hier heruntergeladen werden: www.biodeutschland.org/.../positionspapier-des-bio-deutschland-e-v-finanz-und-steuerpolitische-handlungsempfehlungen.html

Auf dem Biotech Finanz-Gipfel treffen sich Finanzvorstände, Geschäftsführer sowie Leiterinnen und Leiter Corporate Finance und Rechnungswesen von Biotechnologie-Unternehmen. In diesem Jahr werden auf der Veranstaltung zudem der EY-Biotech-Report 2026 mit den Biotechnologie-Branchenkennzahlen in Kooperation mit EY vorgestellt.

Hier geht es zum EY-Biotech-Report: Deutscher Biotechnologie-Report 2026 | EY - Deutschland

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