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Zusammenarbeit deutscher und britischer Hochschulen auch unter erschwerten Rahmenbedingungen sichern

Als eine Zäsur in der Zusammenarbeit zwischen deutschen und britischen Hochschulen bezeichnete der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) Professor Dr. Peter-André Alt in Berlin den mit dem Ende der Übergangsphase am 31. Dezember 2020 letztendlich vollzogenen Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union. „Indem er die bewährten Rahmenbedingungen der traditionell engen deutsch-britischen Hochschulbeziehungen fundamental verändert, bedroht der sogenannte Brexit die europäisch-britische und somit auch die deutsch-britische Hochschulzusammenarbeit in ihrem Kern,“ so der HRK-Präsident.

nsbesondere die Entscheidung der britischen Regierung, künftig nicht länger am europäischen Mobilitätsprogramm Erasmus+ teilzunehmen, sei ein herber Rückschlag, betonte Alt. „Wissenschaft lebt von Begegnungen, Austausch und Diversität schon auf Ebene der Studierenden. Insofern betrachten wir den britischen Rückzug aus dem Erasmus-Programm als Fehler. In den Verhandlungen über eine britische Beteiligung am Forschungsförderprogramm Horizon Europe wird es nun darauf ankommen, die europäisch-britische Zusammenarbeit in der Forschung auf eine tragfähige und zukunftsorientierte Grundlage zu stellen. Trotz der schwierigen Umstände werden die britischen Universitäten auch weiterhin zu den wichtigsten Partnern der deutschen Wissenschaft zählen“, unterstrich Alt.

Gemeinsam mit britischen und europäischen Wissenschaftsorganisationen setzt sich die HRK seit dem Referendum zum EU-Austritt des Vereinigten Königreichs im Juni 2016 für eine reibungslose Fortführung der intensiven europäisch-britischen Hochschulbeziehungen ein. Ende Dezember 2020 verkündete die konservative Regierung in London, dass das Vereinigte Königreich künftig nicht mehr an Erasmus+, dem europäischen Programm zur Förderung der Studierendenmobilität, teilnehmen wird. Das Austrittsabkommen zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union lässt eine britische Beteiligung an weiteren EU-Programmen, so auch an dem Forschungsförderprogramm Horizon Europe, zu.

Das Vereinigte Königreich zählt neben Österreich und den Niederlanden zu den drei wichtigsten Zielländern für deutsche Studierende. 2018 studierten laut Zahlen des Statistischen Bundesamts 15.300 deutsche Studierende an britischen Universitäten. Ca. 5.800 deutsche Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen arbeiten derzeit an britischen Universitäten und Wissenschaftseinrichtungen. Nach den USA war Großbritannien 2018 das wichtigste Sitzland von Ko-Autoren und Ko-Autorinnen im Rahmen gemeinsamer Publikationen. Fast jede fünfte internationale Ko-Veröffentlichung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Deutschland erfolgte in Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen an britischen Universitäten und Wissenschaftseinrichtungen. Aktuell unterhalten 248 deutsche Hochschulen 1.609 Kooperationen mit britischen Universitäten und Wissenschaftseinrichtungen.

HRK

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