Preisträgerin Maren Ziegler erforscht die Auswirkungen der sich rasch wandelnde Umweltbedingungen auf Korallen und die Rifflebensräume, die sie aufbauen. In der Lehre engagiert sie sich mit meeresbiologischen Modulen in den Bachelor-, Master und Lehramtsstudiengängen Biologie. Aktuelle Forschung und Lehre sind dabei eng verzahnt: Studierende arbeiten an realen Projekten zu Themen wie Korallenbleiche, Mikroplastik oder Biodiversität und sind regelmäßig an wissenschaftlichen Publikationen beteiligt.
„Ein tiefes Verständnis für biologischer Zusammenhänge braucht nicht nur Bücherwissen, sondern vor allem auch aktives Tun: Daten erheben, Hypothesen testen und Ergebnisse kommunizieren – das versuche ich den Studierenden zu vermitteln“, erläutert die Preisträgerin.
Maren Ziegler kombiniert Präsenz- und Online-Lehre zu einer flexiblen, aktivierenden Lernumgebung. Sie vermittelt Studierenden dabei auch die Anwendung von KI-Tools und unterstützt die Studierenden dabei, diese kritisch zu reflektieren.
Mit dem „Coral Cup“ setzt die Preisträgerin ein spielerisches Motivationssystem ein, das Lernfortschritte sichtbar macht und den Lernprozess aktiviert. Die jährliche „Science Expo Meeresbiologie“, bei der Studierende ihre Projekte öffentlich präsentieren, verbindet Wissenschaftskommunikation, Kreativität und Leistungsbewertung.
Maren Ziegler bietet gemeinsam mit einem Kollegen regelmäßig eine meeresbiologische Exkursion ans Rote Meer an, bei der die Studierende marine Ökosysteme unmittelbar erleben. Während des Aufenthaltes lernen sie die einzigartige Artenvielfalt der Küstenlebensräume kennen und arbeiten ganz praktisch an aktuellen ökologischen Monitoring-Projekten mit.
Um Lernprozesse systematisch zu analysieren und ihre Lehre kontinuierlich weiterzuentwickeln nutzt die Preisträgerin Methoden des Scholarship of Teaching and Learning, wie zum Beispiel den „Topp-Tipp-Talk“ zur Mitte der Vorlesungszeit, in der die Studierenden rückmelden, was ihnen besonders gut gefallen hat („Topp“) und welche Tipps und Anregungen sie für die Gestaltung der Lehrveranstaltung haben. So können durch kleine Interventionen die Lehr-Lern-Bedingungen direkt verbessert werden.
Prof. Ziegler engagiert sich auch über die eigene Lehre hinaus intensiv für Chancengerechtigkeit und Nachwuchsförderung, Inklusion und Wissenschaftskommunikation. Sie unterstützt Studierende und Nachwuchswissenschaftler/-innen individuell, fördert internationale Forschungsaufenthalte und setzt sich als Mitbegründerin des lokalen Netzwerks „Mothers in Academia“ für familienfreundliche Wissenschaftsstrukturen ein.
Weitere Informationen
Weitere Informationen erhalten Sie bei Dr. Kerstin Elbing (Ressort Kommunikation), Geschäftsstelle Berlin des VBIO, Tel. 030-287891918, E-Mail: elbing@vbio.de
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