In der Impfstoffproduktion werden Pathogene heute häufig chemisch inaktiviert, etwa mit Formalin oder Beta‑Propiolacton. Diese Verfahren benötigen teils viele Stunden bis Tage und können relevante Oberflächenantigene verändern. KyooBe Tech setzt stattdessen auf niederenergetische Elektronenstrahlung (Low‑Energy Electron Irradiation, LEEI): Dabei wird die Nukleinsäure der Erreger fragmentiert, während die Integrität der Oberflächenproteine weitgehend erhalten bleibt – ein wichtiger Faktor für die Wirksamkeit von Impfstoffen. Die Inaktivierung erfolgt kontinuierlich mit einer Einwirkzeit von unter einer Sekunde.
Auf dieser Grundlage hat KyooBe Tech eine marktfähige Plattform entwickelt: die eFIT-Technologie (electron Fast Inactivation Technology). Sie inaktiviert Viren (behüllte und unbehüllte, DNA‑ und RNA‑Viren), Bakterien und Parasiten in flüssigen Medien. Damit eignet sich eFIT sowohl für Forschung und frühe Prozessentwicklung als auch perspektivisch für höhere Durchsätze in regulierten Produktionsumgebungen.
Die innovative Technologie hat die Jury überzeugt: „Sie verbindet wissenschaftliche und technische Innovation mit einem deutlichen Zeitgewinn gegenüber bisher genutzten Verfahren – und zeigt eine überzeugende interdisziplinäre Teamleistung.“ Insgesamt sieht die Jury in der Technologie eine disruptive Innovation mit großem Potenzial.
Im Rahmen des DECHEMA FORUMs gibt Lena Schober, Director Business Development & Applications bei KyooBe, am 16. September von 13:40 bis 14:20 Uhr in ihrem Vortrag „Niederenergetische Elektronenstrahlung – ein schneller und chemikalienfreier Ansatz zur Pathogeninaktivierung“ Einblicke in die ausgezeichnete Technologie.
DECHEMA




