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SRIP-Report 2023: EU legt neuen Leistungsbericht zu Forschung und Innovation vor

Die EU-Kommission hat am 27. Juni 2024 den neuesten Bericht über die Leistung der EU in den Bereichen Wissenschaft, Forschung und Innovation vorgestellt. Der Bericht bietet einen umfassenden Überblick darüber, wie Europa in den Bereichen Wissenschaft, Forschung und Innovation aufgestellt ist und analysiert die dafür wichtigsten Faktoren.

Unter dem Titel "Ein wettbewerbsfähiges Europa für eine nachhaltige Zukunft" hat die EU-Kommission den Science, Research and Innovation Performance (SRIP) Report 2023 veröffentlicht. Der alle zwei Jahre erscheinende Bericht zur Leistungsfähigkeit von Wissenschaft, Forschung und Innovation analysiert die Innovationsleistung der EU in einem globalen Kontext. 

EU-Flagge im Wind

Die EU-Kommission hebt die unzureichende Nutzung der Ökosysteme von Forschung und Innovation (FuI) hervor. Aufgrund der starken Unterschiede bei den FuI-Anstrengungen der Mitgliedstaaten ist das Ziel von 3 Prozent des BIP noch weit von der Erreichung entfernt. Hinsichtlich der FuI-Investitionen (als prozentualer Wert des BIP) lag die EU (2,3%) im Jahr 2021 an fünfter Stelle, hinter den USA (3,5%), Japan (3,3%), Südkorea (4,9%) und China (2,4%). Zudem besteht eine Tendenz zur Konzentration von FuI-Aktivitäten an bestimmten Standorten. Durch die Förderung der leistungsstärksten Aktivitäten und Akteure werde dieser Effekt noch verstärkt.

Zugleich ist die EU weiterhin weltweit führend bei den weltweiten Patentanmeldungen im Bereich erneuerbare Energien (29 %) und Energieeffizienz (24 %). Bei dem wissenschaftlichen Output wird die EU nur noch von China übertroffen und hat am weltweiten Output einen Anteil von 18 Prozent. Beim Anteil an den 10 Prozent der weltweit meistzitierten Publikationen liegt die EU gleichauf mit den USA, aber hinter China.

Der Bericht geht auch auf den technologischen Rückstand im Vergleich zu weiteren Regionen der Welt ein. Dieser entstehe auch aufgrund der Schwierigkeiten, die Investitionen des Privatsektors in FuI auf EU-Ebene zu steigern. Während die EU bei der ökologischen Umstellung große Fortschritte gemacht hat, besteht im digitalen Bereich noch viel Handlungsbedarf. Gerade bei produktivitätsrelevanten Schlüsseltechnologien (beispielsweise Internet der Dinge, Blockchain, künstliche Intelligenz, Cybersicherheit) ist die EU weniger technologieführend als die USA oder China. Und während sich die allgemeine Forschungsproduktivität in den letzten Jahrzehnten insgesamt verlangsamt hat und neue wissenschaftliche Erkenntnisse weniger disruptiv ausfallen, nimmt die Verbreitung von KI-Technologien in der Wissenschaft weltweit erheblich zu, wobei China hier an der Spitze steht, gefolgt von den USA sowie der EU.

­(EU-Kommission, Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisationen (KoWi)Redaktion)­­­


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