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Mit Biologie wirtschaften: Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Wirtschaft auf Basis der Biotechnologie

Labor mit Mikroskop und Laptop
Bild von M. Richter auf Pixabay

Der Biotechnologie-Branchenverband, BIO Deutschland e. V., legt heute sein Positionspapier „Mit Biologie wirtschaften“ vor. Die industrielle Biotechnologie ist eine der tragenden Säulen, um unsere fossil-basierte in eine bio-basierte und nachhaltige Wirtschaft, eine sogenannte Bioökonomie, zu transformieren. Diese Transformation ist unerlässlich, um die gesteckten Klimaziele zu erreichen. Im internationalen Vergleich fällt Deutschland allerdings bei der industriellen Anwendung biotechnologischer Verfahren zurück. Die Expertinnen und Experten von BIO Deutschland bündeln in dem aktuellen Positionspapier Handlungsempfehlungen, um einem Marktversagen entgegenzusteuern und die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu gewährleisten, wie z. B. die Berücksichtigung des ökologischen Fußabdrucks eines Produktes und Materialvorgaben.

Christine Lang, Co-Leiterin der AG Industrielle Bioökonomie von BIO Deutschland erklärt: „Wir haben in Deutschland hervorragende Forschung im Bereich der industriellen Biotechnologie. Doch wie in vielen anderen Bereichen hakt es beim Transfer vom Labor- in den Industriemaßstab. Die Gründe dafür sind vielfältig. Wir müssen deshalb verschiedene Hebel einsetzen, um in diesem Zukunftsfeld nicht den Anschluss und unsere Souveränität zu verlieren. Wichtig wäre, dass wir beim Vergleich von bio-basierten mit traditionellen fossil-basierten Produkten alle entstandenen Kosten einbeziehen, also auch den ökologischen Fußabdruck. Dann würde der Vorteil der neuen Produkte besser sichtbar. Außerdem brauchen wir natürlich einen Market-Pull. Das heißt, dass es verbindliche Regeln für die Inhaltsstoffe neuer Produkte geben muss, wie z. B. in Form von Beimischungsquoten und Materialvorgaben.“

Jörg Riesmeier, ebenfalls Leiter der AG, ergänzt: „Um unsere biotechnologischen Neuerungen auf den Markt zu bringen und zu Innovationen zu befördern, benötigen wir auch Kapital. Das fängt bei maßgeschneiderten Förderprogrammen für vorwettbewerblich Pilotanlagen und das erste Scale-up in industriellen Demonstrationsanlagen an. Für die Wachstumsphasen von vielversprechenden jungen Unternehmen brauchen wir vor allem mehr Venture Kapital. Deshalb müssen wir gesetzliche Möglichkeiten schaffen, dass deutsche und europäische Kapitalsammelstellen vermehrt in diese Asset-Klasse investieren dürfen.“

BIO Deutschland


Positionspapier des BIO Deutschland Mit Biologie wirtschaften: Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Wirtschaft auf Basis der Biotechnologie"

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