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Bis 31. Mai bewerben: Der Mario-Markus-Preis für Ludische Wissenschaft

Abbildung (Flyer), die WEckdaten zum Mario-Markus-Preis enthält

­Mit dem mit 10.000 Euro dotierten Mario-Markus-Preis für Ludische Wissenschaft zeichnet die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) jährlich eine Person oder ein Team für eine unerwartete Erfindung oder Entdeckung in den Naturwissenschaften aus, die keine sichtbare Anwendung hat.

Mit diesem Preis will der Stifter Prof. Dr. Mario Markus dem Trend entgegenwirken, wissenschaftliche Arbeiten nur dann zu fördern oder auszuzeichnen, wenn sie eine Anwendung versprechen. Um dem entgegenzusteuern, wird der Mario-Markus-Preis verliehen, wenn eine Beobachtung aus Überraschung, Neugier oder Fragen an die Natur entstanden ist. Sie sollte aus einer spielerischen, „ludischen“ Haltung heraus entstehen (von lateinisch ludus, das Spiel).

Die Bewerbung muss ein kurzes Motivationsschreiben, einen Lebenslauf und mindestens eine Publikation enthalten, in der die Arbeit beschrieben wird und die 2019 oder später in einer begutachteten Fachzeitschrift veröffentlicht wurde. Nominierungen können bis zum 31. Mai 2024 unter www.gdch.de/nominations eingereicht werden. Allgemeine Informationen finden Sie unter www.gdch.de/mariomarkus.

Bleiben „ludische Entdeckungen“ für immer „ludisch“? Nicht unbedingt. In der Vergangenheit hat die „ludische Wissenschaft“ zu vielen Erkenntnisse geführt, die sich später als nützlich erwiesen haben. Ein Beispiel ist das überraschende Schmelzen von Schokolade in der Hosentasche von Percy Spencer (um 1940) in der Nähe eines Mikrowellenradars, das zur Entwicklung der heutigen Haushaltsmikrowellen führte.

Besonders beeindruckend ist die Entdeckung von Christian Oersted (1820), dass ein elektrischer Strom eine Kompassnadel ablenkt. Dieses Phänomen wurde später essentieller Bestandteil von Elektromotoren und half beim Verständnis des Mechanismus von sichtbarem Licht, Röntgenstrahlen, Gammastrahlen und anderen Strahlungsformen.

Die Dampfmaschine revolutionierte die Weltwirtschaft, nachdem sie 1769 von James Watt konstruiert wurde, der damit auf eine ähnliche, wenn auch ineffiziente spielerische Erfindung von Heron von Alexandria um 100 n. Chr. zurückgriff.

(Gesellschaft Deutscher Chemiker)

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