So gab es am Vortag der Arbeitssitzung für die früher Angereisten (siehe Foto) schon eine Führung von Frau Claudia Jacob durch das Gläserne Labor mit seinen ausgezeichneten Einrichtungen. Beeindruckend sind die Lerninhalte, die mit wissenschaftlich und gesellschaftlich relevantem Fokus einhergehen, mit Förderung von Verantwortungsbewusstsein, z. B. zur bunten Versuchung mit Vapes zwischen Gesundheitsrisiko und Umweltbelastung, und wie das Gläserne Labor auf dem Campus Berlin-Buch neue Wege in der Suchtprävention geht.
Danach gab Dr. Henrik Zauber, Wissenschaftler am Max Delbrück Center (Campus Berlin-Buch), einen Einblick in seine Arbeit. Er gehört der Arbeitsgruppe „Proteom-Dynamik“ von Prof. Dr. Matthias Selbach an. Henrik Zauber beleuchtete die Welt der Proteomik und wie in diesem Kontext Massenspektrometrie die Forschung unterstützt.
Anschließend folgte die große Campusführung mit Annett Krause, die im Gläsernen Labor auf dem Campus Berlin-Buch zuständig ist für die inhaltliche Verantwortung der Website des Gläsernen Labors sowie für die Redaktion. Sie verstand es, alle mitzunehmen, Informationen zu Gebäuden und deren Historie zu geben, sodass für alle ein Bild der erstaunlichen Genese dieses heutigen Geländes Campus Berlin-Buch entstand.
Im Mittelpunkt der Arbeitssitzung am Samstag, dem 17.10.2026, standen die Weiterentwicklung des VBIO, die finanzielle Situation des Verbandes sowie die Zusammenarbeit zwischen Landesverbänden, Fachgesellschaften und dem VBIO-Bundesverband. VBIO-Präsident Markus Engstler stellte das Konzept einer „Wirkungsallianz“ vor, mit der die gemeinsame Interessenvertretung der Biowissenschaften gestärkt werden soll.
Positiv hervorgehoben wurden die regelmäßig wiederkehrenden und sehr gut angenommenen Angebote des VBIO wie die wissenschaftliche Webinarreihe „Faszination Biologie“ und die Berufsfeld-Informationsabende und Softskill-Seminare, die zukünftig unter einem gemeinsamen Namen fortgeführt werden: „Perspektiven – VBIO-Webinarreihe zur Berufsorientierung“.
Weitere Themen waren die bundesweit erfreuliche Entwicklung des Karl-von-Frisch-Preises zur Auszeichnung von Abiturient/-innen mit herausragenden Leistungen im Fach Biologie und damit verbundene neue Ansätze zur Mitgliedergewinnung. Wie immer wurden auch die Sichtbarkeit der Landesverbände und deren Optimierung angesprochen. Zentral war dieses Mal auch der Einsatz künstlicher Intelligenz in Schule, Hochschule und Beruf. Diskutiert wurden zudem Möglichkeiten, an den Bildungsstandards (KMK-Vorgaben) orientierten, aber zum Teil auch länderspezifisch ausgerichteten Lehrkräftefortbildungen stärker bundesweit anzubieten.
Die Gewinnung ehrenamtlicher Mitarbeit in den Landesverbänden bewegte alle Landesvorsitzende und einige wussten von ihren Erfolgen zu berichten, die zum Teil auf eine Interessenabfrage der Geschäftsstelle München beruhten. Zentral war auch das Thema „Digitale Wahl der Vorstände von Landesverbänden“. Hier wusste der Landesvorsitzende für Hessen, Wolfgang Nellen, zu berichten, wie weit die Umsetzung in seinem Bundesland gediehen ist. Im Augenblick läuft die Wahl, und er wird informieren, ob sich der organisatorische Aufwand lohnt.
Bei der turnusmäßigen Wahl wurde Marga Radermacher (Vorsitzende des Landesverbandes NRW im VBIO) einstimmig als Sprecherin der Landesverbände bestätigt. Sie wird damit auch weiterhin deren Interessen innerhalb des VBIO vertreten. Sie dankte für das entgegengebrachte Vertrauen und lud zum nächsten Arbeitstreffen nach Nordrhein-Westfalen ein.
Am Samstagabend ging es ins Zeiss-Großplanetarium „Aurora – Wunder des Nordlichts“. Das Polarlicht als Nordlicht und als Südlicht gehört zu den wunderbarsten Naturerscheinungen. Originalaufnahmen von Bord der Internationalen Raumstation ISS und naturgetreue Visualisierungen erläuterten Legenden und erklärten die wissenschaftlichen Hintergründe dieses Phänomens. Wer am Sonntag noch Zeit hatte, ging ins Futurium und in das Naturkundemuseum in Berlin.
LRSD‘ a. D. Marga Radermacher
(Sprecherin der Landesverbände und Vorsitzende des Landesverbandes NRW im VBIO)




