haben Sie schon mal vom „Einhorn der Meere“ gehört? Meist ist es der linke obere Eckzahn eines Narwals, der sich in einer eleganten Spirale gegen den Uhrzeigersinn dreht und hart wie Stahlbeton ist. Ein Blick ins Innere hat ein internationales Forscherteam geworfen und sich den ungewöhnlichen Zahn einmal genauer angeschaut. Im Inneren dreht sich die Struktur gleich in zwei Richtungen. Eine nanometergenaue Doppelspirale, die zeigt, wie kreativ biologische Baupläne werden können.
Auch sind biologische Baupläne selten geradlinig. Manche Strukturen folgen klaren Regeln, andere überraschen mit kreativen Abzweigungen. Eine neue, umfassende Vergleichskarte von über 5.800 tierischen Genomen zeigt: Chromosomen bewegen sich entlang weniger evolutionärer Autobahnen, angetrieben durch Verschmelzungen und Spaltungen, die sich nicht rückgängig machen lassen. Jede Linie folgt ihrem eigenen Streckenverlauf – manche stabil, andere mit spektakulären Kurswechseln.
Währenddessen haben Taufliegen eine ganz eigene Form der Verkehrsordnung. Ihre Chromosomen finden sich während der Meiose über charakteristische Wiederholungsmuster – molekulare Strichcodes, die jede Art anders schreibt. Diese Codes entscheiden, wer sich paaren darf und wer nicht – ein präziser Mechanismus, der erklärt, wie neue Arten entstehen.
Kann man Sand in der Wüste Leben einhauchen? Das erhoffen sich Forschende, die mithilfe von mikrobiellen Netzwerken stabile Biopolymere schaffen wollen, um aus Wüstensand vielleicht Ackerboden zu machen. Die Wüste als Lebensraum stellt der VBIO gemeinsam mit dem DVGeo am 1. Oktober in einer online Veranstaltung für Schülerinnen und Schüler der Sek II vor, dabei gibt es einen kompakten Einblick in die Entstehung und geologischen Grundlagen verschiedener Wüstentypen sowie in die zentralen ökologischen Anpassungsmechanismen von Pflanzen und Tieren. Alle Informationen dazu, wie immer in den News.
Ihr VBIO-Team aus Berlin!