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HRK: Ruf nach Grundgesetzänderung

Der Senat der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat die Regierungsparteien an ihre Wahlversprechen erinnert und eine langfristige Lösung für eine verbesserte Grundfinanzierung der Hochschulen gefordert. "Die Situation hat sich mit den Rekordzahlen von Studienanfängern und Studierenden ständig verschärft", so HRK-Präsident Professor Horst Hippler. "Die laufenden Grundmittel pro Studierendem sind seit dem Jahr 2000 von 6.130 Euro auf 5.770 Euro im Jahr 2011 zurückgegangen, unter Berücksichtigung der Preisentwicklung sogar um über 1.000 Euro von 7.050 auf 6.004 Euro."

 

Während bereits über eine Fortschreibung des Paktes für Forschung und Innovation verhandelt werde, der vor allem der außeruniversitären Forschung zugute komme, zeichne sich für den Hochschulbereich noch keine Lösung ab. Bund und Länder müssten deshalb möglichst schnell wieder den Gesprächsfaden über eine Änderung des Grundgesetzes aufnehmen, um eine bessere Kooperation von Bund und Ländern bei der Hochschulfinanzierung zu ermöglichen. Einschneidende Sparmaßnahmen in einigen finanzschwachen Ländern zeigten, wie wichtig es sei, bald eine gemeinsame Lösung zu finden. "Wer sich den Zustand der Hochschulgebäude oder die veraltete IT-Ausstattung in weiten Teilen der Republik ansieht, weiß, welcher Flurschaden durch fehlende Mittel bereits angerichtet wurde. Nur mit einer Kofinanzierung des Bundes lässt sich diese Entwicklung stoppen", betonte HRK-Präsident Hippler. Außerdem sei der stark wachsende Bereich der Drittmittelforschung nicht ausfinanziert. Eine Steigerung und langfristige Verstetigung der sogenannten Overhead-Pauschale sei deshalb unerlässlich.

 

HRK