VBIO

Offener Brief an Landwirtschaftsminister Schmidt: Anbauverbote treffen auch die Wissenschaft!

Gemeinsam mit seiner Mitgliedsgesellschaft wgg hat der VBIO einen Offenen Brief an den Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt, verfasst, der von weiteren Fachgesellschaften wie der Deutschen Botanischen Gesellschaft, der Gesellschaft für Genetik und der Gesellschaft für Pflanzenbiotechnologe mit getragen wird.

 

Die Unterzeichner lassen keinen Zweifel daran, dass sich ein Anbauverbot nicht nur auf die Landwirtschaft, sondern auch auf die Forschung in Deutschland auswirken wird. Dies stehe im Widerspruch zur Zusage der Regierungskoalition in ihrem Beschluss vom 22. Mai 2014, dass die Rahmenbedingungen für eine öffentliche, wirkungsvolle und unabhängige Forschung zu gentechnisch veränderten Organismen in Deutschland weiterhin gewährleistet bleiben sollen.

Die Bundesregierung wird nachdrücklich gebeten, sichere Bedingungen zu schaffen, die die Freisetzung von gentechnisch veränderten Pflanzen zu Forschungszwecken verbindlich ermöglichen. Anderenfalls – so die Unterzeichner – sei zu befürchten, dass in Deutschland neben der Anwendung auch die Forschung zur Grünen Gentechnik gänzlich unterbunden würde. Und auch damit stünde man im Widerspruch zum erwähnten Regierungsbeschluss, nach dem die Kompetenz für eigene Chancen- und Risikobewertungen erhalten bleiben müsse. So würde gerade diese Chance vertan. Denn Forschung und Entwicklung gingen natürlich weiter, nur eben nicht mehr in Deutschland.

Den vollständigen Text des offenen Briefes finden Sie unter: www.vbio.de/vbio/content/e25/e15139/e17499/e35137/e35138/filetitle/OffenerBrief_Schmidt_o_U_ger.pdf