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NanoBioNet gründet erstes und einziges ZIM-Netzwerk „NanoPharm“ für saarländische Unternehmen

NanoBioNet hat das Kooperationsnetzwerk „NanoPharm“ gegründet. Damit ist es dem größten Netzwerk der Nano- und Biotechnologie Deutschlands gelungen, zum ersten Mal im Saarland ein ZIM-Netzwerk (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand) zu etablieren, das saarländische Mittelständler in den Bereichen Pharmazie und Nanotechnologie unterstützt. Träger ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Dieses hat Ideengeber und Initiator NanoBioNet beauftragt, als die geeignete Netzwerk-Managementeinrichtung der Region, „NanoPharm“ zu leiten. Ziel ist es, eine Plattform zu bieten, die es seinen Mitgliedern ermöglicht, frühzeitig kreative Produktideen sowie zukunftweisende Forschungsfelder zu identifizieren, um diese gemeinsam und gewinnbringend zu verwirklichen und umzusetzen.

 

„Das Saarland besitzt bemerkenswerte Potenziale in der pharmazeutischen Forschung und der chemischen Nanotechnologie“, erklärt NanoBioNet-Geschäftsführer Ralph Nonninger die Gründungsidee. „Beides zusammen ergibt eine Expertise, wie sie bundesweit einmalig ist.“ Dies bedeute nicht nur für die einzelnen Unternehmen einen Mehrwert, sondern bringe der ganzen Region neben einer nachhaltigen Förderung auch einen Imagegewinn, betont Nonninger. Das Saarland werde so als eine der innovativsten Regionen in Deutschland wahrgenommen.

ZIM steht für das größte Förderinstrument der Bundesregierung zur Finanzierung des Mittelstandes mit einem Fördervolumen von 500 Millionen Euro pro Jahr. Das ZIM Netzwerk selbst bildet den Rahmen in dem einzelne ZIM-Projekte gefördert werden. Die Zahl an möglichen Projekten im Netzwerk „NanoPharm“ ist dabei unbegrenzt. Für jedes ZIM Projekt können kleine und mittlere Unternehmen (KMU) eine Förderung bis zu 350.000,-- € erhalten, Forschungsinstitute bis zu 175.000,-- €. Das inhaltliche Thema des Netzwerkes liegt in der Schnittstelle zwischen der Pharmazie und der Nanotechnologie, zwei Schlüsseltechnologien, die zur Herstellung neuer Medikamente, Kosmetika und Nahrungsergänzungs-mittel genutzt werden.

Bei NanoPharm sind derzeit 20 Partner aus Industrie und Forschung aktiv, darunter 15 Partner mit Sitz im Saarland. Fünf weitere Partner, etwa Pharma-Riese Merck, vervollständigen das Konsortium. Das Konsortium bedient sich darüber hinaus der Innovationskraft von über 1000 Wissenschaftlern. Neben der Universität des Saarlandes, dem Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS), der Uniklinik Homburg und der Fachhochschule Kaiserslautern sind auch die Fraunhofer Institute IBMT (St. Ingbert) und ICT-IMM (Mainz) sowie das Leibniz Institut für Neue Materialien (INM Saarbrücken) als Partner involviert.

Das Netzwerk ist ein offenes Netzwerk. Innovative Unternehmen, die eine ergänzende Expertise beisteuern können, sind jederzeit willkommen und richten sich bei Interesse an NanoBioNet.

cc-NanoBioNet e. V.