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Deutsche Hilfen im Kampf gegen Ebola

Deutschland hat bis Anfang Oktober insgesamt 17 Millionen Euro zur Ebola-Bekämpfung zur Verfügung gestellt. Wie die Bundesregierung in ihrer Antwort (18/2735) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18/2572) schreibt, seien davon 10,4 Millionen Euro zur Unterstützung von Maßnahmen der Weltgesundheitsorganisation WHO, 750.000 Euro für humanitäre Hilfsmaßnahmen von „Ärzte ohne Grenzen“ und 400.000 Euro für solche der „Welthungerhilfe“ und „humedica“ geflossen. Fünf Millionen Euro seien für weitere Projekte humanitärer Organisationen bereitgestellt worden. Weitere Gelder seien etwa über das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) für Ebola-Diagnostik-Labore in Guinea und Nigeria sowie aus eigenen Mitteln des Robert-Koch-Instituts (RKI) für die Entsendung von Wissenschaftlern und Epidemiologen nach Westafrika gestellt worden.

 

Wie die Bundesregierung Mitte Oktober mitteilte, seien die Hilfszusagen nochmals um 85 Millionen Euro auf nunmehr 102 Millionen Euro erhöht worden. Aus der Antwort mit dem Stand Anfang Oktober geht zudem hervor, welche weiteren Unterstützungsmaßnahmen in Planung seien: Dazu gehörten die Einrichtung einer Luftbrücke in die von der Ebola-Epidemie betroffenen Länder sowie eines Lufttransportstützpunktes in Dakar durch die Bundeswehr sowie die Unterstützung des Deutschen Roten Kreuzes beim Aufbau eines mobilen Krankenhauses und zweier weiterer Gesundheitsstationen in der Region. Als weitere Hilfen stellt die Bundesregierung logistische Unterstützung durch das Technische Hilfswerk in Aussicht, die Lieferung von Sanitätsmaterial durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sowie die Ausbildung von medizinischem Personals durch das RKI, das BNITM und das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr. hib