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660 Millionen Euro für die Entwicklung des Berliner Naturkundemuseums

Der Haushaltsausschuss des Bundestages wird in Abstimmung mit dem Land Berlin über die Zukunft des Museums für Naturkunde, Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung, beraten und die Weichen für die zukünftige Erforschung der Natur auf internationaler Ebene stellen. Eine finanzielle Zuwendung in Höhe von 660 Millionen Euro in den nächsten 10 Jahren wird auf der Grundlage eines Gesamtkonzeptes die Entwicklung eines Forschungs- und Kommunikationsforums für Natur- und Lebenswissenschaften ermöglichen.

Das Museum für Naturkunde Berlin wird sich den Anforderungen des 21. Jahrhunderts stellen und sich in den nächsten Jahren zu einem offenen und integrierten Forschungsmuseum mit den Themen Biodiversität, Evolution, Wissenschaft und Gesellschaft entwickeln. Dafür bedarf es eines Gebäudes, das wirtschaftlich, funktional und nachhaltig Spitzenforschung, Sammlungsentwicklung und Wissenschaftskommunikation befördert. „Wir freuen uns daher außerordentlich über die morgige Planung des Haushaltsausschusses des Bundestages, dem Museum insgesamt 660 Millionen Euro, zur Hälfte kofinanziert durch das Land Berlin, zur Verfügung zu stellen“, so Generaldirektor Johannes Vogel. „Dies zeigt das große Vertrauen in unsere Arbeit, für das wir uns ganz herzlich bedanken möchten. Es zeigt aber auch den großen Erfolg der geleisteten Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ Stephan Junker, Geschäftsführer des Museums für Naturkunde Berlin, ergänzt: „Die finanzielle Zuwendung wird es uns ermöglichen, über die nächsten 10 Jahre mit Planungssicherheit auf der Grundlage eines Gesamtkonzeptes und in einem überschaubaren Zeitrahmen einen Wissenschaftscampus in Zusammenarbeit mit der Humboldt-Universität zu Berlin, der Leibniz-Gemeinschaft und weiteren Partnern zu entwickeln.“

Die Verbesserung und Instandsetzung der baulichen Infrastruktur des Gebäudes und seiner Nebengebäude wird es ermöglichen,
1. die international einmaligen, wertvollen Sammlungen als nationales, kulturelles und globales Erbe für die Nachwelt zu erhalten,
2. die Sammlungen als moderne Informations- und Forschungsinfrastruktur weiter zu entwickeln und so zu erschließen, dass sie digital weltweit zugänglich sind,
3. eine dauerhafte internationale Führungsrolle bei der Erforschung und Bewältigung der großen Umweltthemen und globalen Herausforderungen im Bereich natürlicher Ressourcen für Deutschland und Europa einzunehmen,
4. die Sammlung und die Forschungsinhalte für Besucherinnen und Besucher erlebbar zu gestalten und damit die Gesellschaft nicht nur zu begeistern, sondern noch mehr als bisher am Forschungsgeschehen teilhaben zu lassen sowie neue Beteiligungsformen und Ausstellungsformate zu erproben,
5. die Ausstellungen zu den meistbesuchten Europas zu entwickeln.

Dank der finanziellen Zuwendung wird über die nächsten 10 Jahre mit Planungssicherheit auf der Grundlage eines Gesamtkonzeptes gebaut. Dass solche Großprojekte vom Museum für Naturkunde Berlin erfolgreich umgesetzt werden können, zeigt zum Beispiel die Sanierung des Ostflügels mit den Nass-Präparaten als weltweit einmalige, hochmoderne und komplexe Forschungsinfrastruktur mit Leuchtturmcharakter.

Museum für Naturkunde Berlin