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Archäogenetik: Die Zähmung der Gerste

Durch Domestikation wurden Wildpflanzen in kultivierbare Formen verwandelt. So wurde der Ackerbau und Sesshaftigkeit möglich. Das geschah vor etwa 10.000 Jahren im Nahen Osten – dem sogenannten fruchtbaren Halbmond, einer Region, die sich sichelförmig von Israel über Syrien, die Südtürkei bis in den Nordirak erstreckt. Hier wurden unsere heutigen Getreidearten aus Wildgräsern gezüchtet. Allen voran die Gerste. Ein internationales Wissenschaftlerteam unter Leitung japanischer Forscher und unter maßgeblicher Beteiligung von Forschern des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben, hat nun die molekulargenetischen Grundlagen des wichtigsten Domestikationsmerkmals der Gerste – die Spindelfestigkeit – aufklären können. Die Forscher berichten im Fachjournal Cell.

 

 

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Mohammad Pourkheirandish et al.: Evolution of the Grain Dispersal System in Barley, Cell 2015, doi: 10.1016/j.cell.2015.07.002 Mehr dazu unter: Biotechnologie.de www.biotechnologie.de/BIO/Navigation/DE/root,did=182694.html