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Tagungsbericht: Bildung durch Biologieunterricht

Die Sektion Fachdidaktik der Biologie (FDdB) und der Arbeitskreis (AK) Schulbiologie im VBIO tagten in Hamburg

 

Hamburg ist eine Reise wert!

Für 4 Tage versammelten sich mehr als 250 Biologiedidaktiker im September 2015 in der Weltstadt zu ihrer alle zwei Jahre stattfindenden wissenschaftlichen Tagung. Unterricht spielte wieder eine größere Rolle und so gesellten sich auch Kolleginnen und Kollegen aus den Schulen zu den Didaktikern.

 

Zum zweiten Mal in diesem Jahrtausend war die Veranstaltung als Lehrerfortbildung anerkannt, beworben mit einem Extrastrang an thematischen Angeboten, die die Lehrkräfte ansprachen und zum Teil auch von diesen durchgeführt wurden. Die Vorträge und Posterpräsentationen im Forum Fachdidaktik und Schulbiologie lagen konzentriert von Montagnachmittag bis Mittwochmittag.

Die Inhalte bewegten sich in einem breiten Spektrum von Bewährtem über Innovatives bis hin zu interessanten methodischen Ideen für einen motivierenden Biologieunterricht.

Beispielsweise mutete ein Bienenkasten mit ihren runden Wabenrahmen spektakulär an. Herr Biernacki, der eigentlich das Projekt HOBOS vorstellte, erregte mit der Bienenkugel so viel Interesse bei den Lehrkräften, das vielleicht demnächst weitere Schulen posten, dass sie ein Bienenvolk in eben einem solchen Kasten beherbergen.

 

Und weiter - bisher ist das Mäzenatentum in der Biologie wenig populär. Erstaunlich deshalb, dass eine Kollegin über die Einrichtung eines molekularbiologischen Labors an ihrer Schule berichtete, das von einer Privatperson finanziert wurde. Vielleicht ist das ein Beispiel, das demnächst Schule machen könnte. An der Konzeptentwicklung zur Einbeziehung dieses Labors in den Biologieunterricht arbeitet Frau Rathje zusammen mit Lehramtsanwärtern.

Oder - ein Poster vermittelte Neues aus einem europäischen Fortbildungsprojekt (www.teachingmysteries.eu) für Lehrende in den naturwissenschaftlichen Fächern: ein geheimnisvoller Kontext, wie die Rose von Jericho o.ä. – ein Mystery – ist der Ausgangspunkt für einen forschenden Lernprozess. Die Arbeit mit Mysteries soll die Schülerinnen und Schüler in den Mintfächern für den Unterricht begeistern und kognitiv aktivieren. Frau Ostersehlt stellte das Projekt vor.

 

Wenn Sie nun den Eindruck gewonnen haben, dass die Angebote breit gestreut und eher zufällig das inhaltliche Geschehen auf der Tagung bestimmt haben, dann stimmt das nur ansatzweise.

Der örtliche Tagungsleiter Herr Prof. Gebhard hat in seinen einführenden Worten deutlich gemacht, dass mit dem Thema der Tagung „Bildung durch Biologie “ die Erwartung verknüpft ist, dass die einzelnen Beiträge in einem Rahmen grundlegender Sinn-, Wert- und Zielfragen für Biologieunterricht diskutiert werden. Die Zusammenführung der Wissenschaftler und der Schulpraktiker wird positiv bewertet. Die Akteure beabsichtigen die Zusammenarbeit bei der nächsten Tagung in zwei Jahren in Halle fortzusetzen.

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