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Neues Zertifikat würdigt naturwissenschaftliche Schülerleistungen

MINT-EC, das nationale Excellence-Schulnetzwerk bietet seinen bundesweit 212 Mitgliedsschulen (230.000 Schülerinnen und Schülern sowie 18.000 Lehrkräften) ab dem Schuljahres­beginn 2014/2015 die Möglichkeit, die Leistungen ihrer Schülerinnen und Schüler in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT), die diese im Laufe ihrer Schulzeit innerhalb und außerhalb der Schule erbracht haben, mit dem MINT-EC-Zertifikat besonders zu würdigen.

 

„Viele unserer Schülerinnen und Schüler nehmen im Laufe ihrer Schulzeit an Jugend forscht-Wettbewerben, an Mathematik-Olympiaden oder naturwissenschaftlichen Forschungscamps teil, ohne dass dies in den Schulzeugnissen sichtbar wird. Das MINT-EC-Zertifikat bündelt diese schulischen und außerschulischen Leistungen und schafft damit Transparenz und Anerkennung“, begründet Wolfgang Gollub, Vorstandsvorsitzender des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC, die Einführung der neuen Auszeichnung.

 

„Ziel des MINT-EC-Zertifikats ist es, unseren Schülerinnen und Schülern eine wertvolle Starthilfe für Beruf und Studium zu geben“, ergänzt MINT-Koordinatorin Marina Kremer vom St.-Willibrord-Gymnasium in Bitburg. „Das Zertifikat stellt die guten und sehr guten Leistungen und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler im MINT-Bereich besonders heraus. Es bietet für Hochschulen und Wirtschaftsunternehmen auf einen Blick eine verlässliche von den Schulsystemen der Bundesländer unabhängige Einordnung der Schülerleistungen.“

 

Die Erfahrungen der Netzwerk-Schulen, die zum Teil seit etlichen Jahren zusammen mit dem Abiturzeugnis ein schuleigenes MINT-Zertifikat vergeben, sind durchweg positiv. Eine Arbeitsgruppe aus Schulleitungen und MINT-Fachleitern – der auch Marina Kremer angehörte – hat diese guten Erfahrungen aufgegriffen und ein gut handhabbares und bundesweit nutzbares Zertifikatssystem entwickelt, um MINT-Leistungen von Schülerinnen und Schülern auszuzeichnen. Das MINT-EC-Zertifikat wurde im Frühsommer im Schulausschuss der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder (KMK) behandelt und einhellig positiv bewertet.

 

„Ich freue mich sehr, dass mit dem MINT-EC-Zertifikat nun ein Instrument geschaffen wurde, um die besonderen Leistungen der Schülerinnen und Schüler hervorzuheben und zu würdigen“, schreibt KMK-Präsidentin und NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann in ihrem Grußwort. “Das MINT-EC-Zertifikat wird unsere Schülerinnen und Schüler noch stärker anspornen, sich in den entsprechenden Fächern und außerschulischen Angeboten zu engagieren“, so Löhrmann weiter.

 

Neben der KMK begrüßen auch die Hochschulrektorenkonferenz (HRK), die Fakultätentage der Ingenieurwissenschaften und der Informatik an Universitäten (4ING.) sowie die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) und der Arbeitgeberverband Gesamtmetall die Einführung des MINT-EC-Zertifikats. Sie fördern damit die Akzeptanz und den Bekanntheitsgrad des MINT-EC-Zertifikats bei Hochschulen und Arbeitgebern. Genau dort will das MINT-EC-Netzwerk das Zertifikat als Qualitätsausweis positionieren und damit die Jugendlichen im Bewerbungsprozess bei Studien- und Berufswahl aktiv unterstützen. Über die Akzeptanz bei den Schülerinnen und Schülern macht Marina Kremer sich keine Sorgen: „Die jüngeren Jahrgänge liegen mir schon in den Ohren, wann sie endlich ihre ersten Wettbewerbsleistungen eintragen lassen können“, lacht sie. MINT-EC e.V. www.mint-ec.de/home.html