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Stammzellforschung weiter entwickelt

Die Stammzellforschung in Deutschland gewinnt nach Einschätzung der Bundesregierung weiter an Bedeutung. So habe sich der potenzielle Nutzen humaner embryonaler und induzierter pluripotenter Stammzellen (hES/hiPS) für die Entwicklung neuer Therapiekonzepte und Wirkstoffe konkretisiert, heißt es im 7. Erfahrungsbericht der Bundesregierung über die Durchführung des Stammzellgesetzes, wie aus einer Unterrichtung (18/12761) an den Bundestag hervorgeht.

 

Auch im internationalen Vergleich habe sich die "wissenschaftliche Sichtbarkeit" der hiesigen Stammzellforschung gut entwickelt, heißt es in dem Bericht weiter. Die Forschung mit pluripotenten Stammzellen erfahre zunehmende Bedeutung für die angewandte Forschung zu Krankheitsmechanismen und zur Testung beziehungsweise Entwicklung neuer Wirkstoffe.

 

Es habe wichtige Fortschritte zum Verständnis von Ursache und Ausmaß genetischer und epigenetischer Veränderungen und zur sicheren Generierung und Propagierung von humanen iPS-Zellen gegeben.

 

In Deutschland sei durch das Stammzellgesetz von 2002 die Forschung mit hES-Zellen ermöglicht worden, ohne den durch das Embryonenschutzgesetz gewährleisteten Schutz menschlicher Embryonen einzuschränken. Bis Ende 2015 wurden insgesamt 105 Genehmigungen für die Einfuhr und/oder Verwendung von hES-Zellen erteilt. Im jüngsten Berichtszeitraum (2014/2015) wurden 17 Forschungsvorhaben genehmigt. Dies belege, dass ein unvermindertes Interesse an der Forschung unter Verwendung von hES-Zellen bestehe. Gesundheit/hib dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/127/1812761.pdf