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Perspektive Erde – Artenvielfalt: Forschung zum Erhalt der Biodiversität

Sie ist die Grundlage unserer Existenz: Die biologische Vielfalt. Sie trägt zur Klimaregulierung und Trinkwassererzeugung bei und liefert dem Menschen Nahrungs- und Heilmittel. Der steigende Verbrauch natürlicher Ressourcen zerstört Ökosysteme und führt zur drastischen Reduzierung der Artenvielfalt auf der ganzen Welt. Das Bundesforschungsministerium (BMBF) fördert im "Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane" und darüber hinaus Forschungsprojekte um diese Entwicklung aufzuhalten. Die Ergebnisse tragen dazu bei, Handlungsempfehlungen zum Erhalt der Biodiversität zu entwickeln. Die aktuelle Ausgabe von "Perspektive Erde" stellt ausgewählte Projekte der Biodiversitätsforschung vor.

 

Die Biodiversität umfasst das gesamte Lebensspektrum auf der Erde, die genetische Vielfalt, die Ökosysteme und deren Nutzen für den Menschen. Ein Bericht des Weltbiodiversitätsrats IPBES zeigt, dass 75 Prozent der globalen Nahrungsmittelpflanzen zumindest teilweise von der Bestäubung durch Tiere, z. B. Bienen, abhängig sind. Allein für medizinische Zwecke verwenden wir heute 50.000 bis 70.000 Pflanzenarten.

 

Die wachsende Bevölkerung verbraucht immer mehr und immer schneller Ressourcen. Damit einher geht, dass weltweit immer mehr natürliche Ökosysteme umgewandelt werden und die Biodiversität schwindet. Aus diesem Grund beschlossen die Vereinten Nationen bereits 1992 das Übereinkommen zur biologischen Vielfalt (CBD). Auch in Deutschland ist die biologische Vielfalt bedroht: Ein Viertel aller Pflanzen- und ein Drittel aller Tierarten gelten hier als gefährdet. Der drohende Verlust der Biodiversität wird heute ebenso wie der Klimawandel als politische und gesellschaftliche Herausforderung von höchster Dringlichkeit gesehen. Mit der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) hat sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt, diesem Trend entgegen zu wirken.

 

Als Baustein dieser Strategie fördert das BMBF die Entwicklung von Methoden, um die enorme Artenvielfalt an Land und in den Ozeanen zu katalogisieren. Auf diesem Weg sollen der Artenverlust mit verlässlichen Daten unterlegt und Ansätze zum Schutz der Artenvielfalt überprüft werden. Diese und weitere Untersuchungen tragen zudem wesentlich zu den Berichten des Weltbiodiversitätsrats IPBES bei, welche den weltweiten Stand des Artenverlusts zusammenfassen und Handlungsempfehlungen für den Schutz und den nachhaltigen Nutzen der Biodiversität geben.

 

Die aktuelle Ausgabe von Perspektive Erde „Artenvielfalt: Das große Sterben? – Forschung zum Erhalt der Biodiversität“ stellt die Arbeit des Weltbiodiversitätsrats IPBES sowie verschiedene Projekte aus der Biodiversitätsforschung vor:

 

VDI Technologiezentrum GmbH Zum Herunterladen erhalten Sie die Publikation Perspektive Erde "Artenvielfalt: Das große Sterben?" unter: www.fona.de/biodiversitaet