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Klimawandel begünstigt invasive Arten

Der Klimawandel begünstigt die Verbreitung gebietsfremder invasiver Arten in Deutschland. Das geht aus einer Antwort (18/13560) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (18/13289) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Mit invasiven Arten wie dem Götterbaum und dem Riesenbärenklau gehen gesundheitliche Risiken für den Menschen einher, heißt es weiter. Ansteigen könnten zukünftig die gesundheitlichen Belastungen für Menschen mit bestehenden Pollenallergien ebenso wie die Neu-Sensibilisierungen.

 

Des Weiteren heißt es, dass sich Schadorganismen invasiver Arten voraussichtlich auch auf die Nahrungsmittelproduktion auswirken. Dazu zählt die Bundesregierung etwa neue wärmeliebende Unkrautsorten im Ackerbau sowie die Kirschessigfliege im Obst- und Weinanbau.

 

"Überlagert von weiteren Wirkfaktoren" verändere der Klimawandel sowohl indirekt als direkt Ökosysteme, Biotope, Tier- und Pflanzenpopulationen, heißt es in der Antwort. Für viele der in Deutschland lebenden Arten würden sich klimatisch geeignete Lebensräume nach Norden und Osten, in höhere Gebirgslagen oder entlang von Feuchtegradienten verschieben. Zudem gefährde die Klimaveränderung bestimmte Biotoptypen. Um Tier- und Pflanzenarten ebenso wie Ökosysteme zu schützen, müssen laut Bundesregierung Lebensräume gut vernetzt werden. Sie setzt insbesondere auf einen länderübergreifenden Biotopverbund, der gefährdeten Arten die Wanderung in nördlicher und höher gelegene Lebensräume ermöglicht. Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit/hib dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/135/1813560.pdf