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VBIO-Start aus Tübingen erkundet das EMBL in Heidelberg

Am 4.12.2015 besuchte die neu gegründete VBIO-Start-Gruppe der Eberhard Karls-Universität Tübingen das European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg. Das 1972 gegründete Institut bietet Wissenschaftlern diverser Disziplinen wie Biologie, Biochemie, Physik und Mathematik eine stimulierende Atmosphäre und State-of-the-Art Technologien, um Pionierarbeit im Feld der Biowissenschaften zu leisten.

Betreut wurden die Studentinnen und Studenten während des Besuchs von Angela Michel, die als Outreach Officer für Pressemitteilungen und die Präsentation des EMBLs in der Öffentlichkeit verantwortlich ist und das Institut in Zahlen erläuterte: 1600 Mitarbeiter im gesamten Institut, 21 Förderländer und geschätzte 350.000 Tassen Kaffee in 5 Jahren an 35.000 wissenschaftliche Gäste und Besucher von Konferenzen.

 

Einen Einblick in ihre wissenschaftliche Arbeit gewährte der Gruppe Vilma Jimenez Sabinina, die in der Jan Ellenberg-Gruppe an der Topologie und Struktur des Nuclear Pore Complex (NPC) arbeitet. Dieser symmetrische Proteinkomplex ist maßgeblich für den Austausch von Material zwischen Zellkern und Zellplasma zuständig. Während die sehr rigide Kernstruktur des NPC bereits gut verstanden ist, sind andere Bereiche des Proteinkomplexes noch unzureichend erforscht. Aufbauend auf den Erkenntnissen einer vormaligen Forscherin des Ellenberg-Labors benutzt sie moderne Super-High-Resolution Mikroskopie zur strukturellen Aufklärung der Peripherie des NPCs.

 

Die Diskussion nach dem sehr guten Vortrag wurde aufgelockert durch den überraschenden Besuch des EMBL-Nikolauses, der auch die VBIO-Start-Gruppe mit Süßigkeiten bedachte.

Nach dem Mittagessen, ging es zu einer Führung in der Advanced Light Microscopy Facility. Es folgte ein Exkurs in das spannende Feld der Lichtmikroskopie. Während einige der verfügbaren Mikroskope des beeindruckenden Geräteparks gezeigt wurden, erklärte Dr. Marko Lampe potentielle Anwendungen der Mikroskopie und die generelle Organisation der Facility.

Nach dem interessanten Tag und um einige interessante Einblicke in eines der renommiertesten Forschungsinstitute Europas reicher, blieb sogar noch Zeit um die Stadt und den Weihnachtsmarkt auf dem Schloss zu erkunden.

VBIO-Start Tübingen