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Erste Bekanntmachung im Rahmen der neuen „Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt“ veröffentlicht

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Als Beitrag zur neuen FONA „Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt“ startete am 6. Juni 2019 der erste Förderaufruf zum Thema „Wertschätzung und Sicherung von Biodiversität in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft“.

Der Verlust von Biodiversität gefährdet die Grundlagen der Wirtschaft ebenso wie die Lebensgrundlagen der Menschen. Die Natur versorgt uns mit lebenswichtigen Ökosystemleistungen wie etwa Trinkwasser, Sauerstoff, Lebensmittel oder Medizin. Auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ist auf funktionierende Ökosysteme angewiesen. Der Wert und die Bedeutung dieser Beiträge der Natur werden in gesellschaftspolitischen und wirtschaftlichen Entscheidungen bisher jedoch nicht ausreichend beachtet. Hierdurch wird der Grad der Nachhaltigkeit von Nutzung nicht erfasst, geschweige denn berücksichtigt. Auch werden derzeit die Risiken einer nicht nachhaltigen Nutzung von Biodiversität in vollem Umfang auf die Allgemeinheit verlagert. Es werden daher dringend Ansätze benötigt, um die Nachhaltigkeit von Nutzung der Natur zu erfassen und die Kosten für deren möglicherweise notwendige Wiederherstellung gerechter zu verteilen.

Universitäten und Forschungseinrichtungen sind aufgerufen, zusammen mit Praktikern aus Kommunen, Ländern, Unternehmen und Zivilgesellschaft (Vereine, Verbände) Forschungsanträge zu stellen. Ziel ist es, durch die Entwicklung innovativer Bewertungskonzepte, Governancestrukturen sowie (Politik-) Maßnahmen den Stellenwert von Ökosystemleistungen und Biodiversität auf unternehmerischer und gesellschaftlicher Ebene zu steigern – und damit wirksam zur Sicherung von Biodiversität beizutragen.

Antragsfrist für eine einjährige erste Phase zur Erarbeitung eines inter- und transdisziplinären Projektvorschlags (Co-Design und Co-Produktion) ist der 13. September 2019. Die Forschungsförderung erfolgt wettbewerblich in zwei aufeinander aufbauenden Phasen.

Die Fördermaßnahme ist Teil der Anfang dieses Jahres gestarteten „Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt" des BMBF. Sie ergänzt die bisherige Förderung der Sozial-ökologischen Forschung und der naturwissenschaftlichen Forschung zur Biodiversität. Integriert wurden die Ergebnisse partizipativer Konsultationsprozesse, u. a. thematische Fachgespräche oder der Agenda-Prozess zur thematischen Weiterentwicklung der Sozial-ökologischen Forschung. Zahlreiche Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, politisch-administrativer Praxis, Wirtschaft und Zivilgesellschaft haben hier ihre Perspektiven, Bedarfe und Ideen eingebracht.

Die Antragsberatung übernimmt der DLR Projektträger für das BMBF-Referat „Systemische Mobilität, Zukunftsstadt" und für das BMBF-Referat „Globaler Wandel – Klima, Biodiversität".

BMBF


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