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Brexit-Whitepaper: Zusammenarbeit und Austausch in Wissenschaft und Forschung fortführen

Union Jack - Flagge GB
pixabay CC0

Britische Regierung strebt Beteiligung an europäischen Forschungsförderprogrammen sowie Austauschprogramme für Studierende und Forschende an

Am vergangenen Donnerstag hat die britische Regierung das Whitepaper "The Future Relationship Between the United Kingdom and the European Union", in dem sie ihre Position zu den anstehenden Brexit-Verhandlungen mit der EU darlegt, dem Parlament präsentiert. Insgesamt bleibt das Papier in weiten Teilen vage. In Bezug auf Bildung, Forschung und Wissenschaft ist aber die Absicht Großbritanniens erkennbar, auch weiterhin eng mit der EU zusammenzuarbeiten.

Die britische Regierung strebt eine Beteiligung im kommenden europäischen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizont Europa an. In welcher Form dies im Einzelnen geschieht soll im Rahmen der Verhandlungen erkundet werden. Dies gilt auch für die Beteiligung an dem geplanten EU-Programmen zur Rüstungsforschung und EURATOM.

Im Bereich des Studierendenaustauschs schlägt die britische Regierung, ein eigenes UK-EU-Programm nach Vorbild der bestehenden britischen Programme mit Kanada und Australien vor. Dieses soll nach Beendigung der Freizügigkeit für EU-Bürgerinnen und Bürger deren Zugang zu britischen Universitäten regeln. Auch für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollen Regelungen geschaffen werden, welche die Bedingungen für einen Aufenthalt in Großbritannien - auch außerhalb europäisch-britischer Kooperationsprojekte - festlegen. Zudem möchte die britische Regierung Kanäle für den regelmäßigen Austausch von Daten und Standards schaffen, um auch in diesen Bereichen eng mit der EU zusammen zu arbeiten.

Verschiedene Verbände und Experten aus Wissenschaft und Forschung begrüßten die eingeschlagene Richtung, forderten aber gleichzeitig konkretere Angaben zu Umsetzung und Ausgestaltung.

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