Stipendien und andere Finanzierungsmöglichkeiten

(Besser) Studieren mit dem Deutschlandstipendium!

Zum Sommersemester 2011 wurden die ersten Deutschland-Stipendien an staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen vergeben. Das mit Gesetz vom 21.07.2010 beschlossene Programm soll begabte und leistungsstarke Studierende an Hochschulen in Deutschland unterstützen. Finanzielle Hindernisse für die Aufnahme eines Studiums sollen so abgebaut und Anreize für Spitzenleistungen geschaffen werden. Die Stipendien in Höhe von 300 Euro pro Monat werden von privaten Geldgebern (Unternehmen, Stiftungen, Privatpersonen) und vom Bund gemeinsam finanziert werden.

Deutschland soll Bildungsrepublik werden. Der Bildungsaufstieg junger Menschen darf nicht an finanziellen Hürden scheitern. Um das zu gewährleisten, setzt die Bundesregierung auf BAföG, Bildungsdarlehen und Stipendien. Diese drei Instrumente ergänzen sich gegenseitig.

Das nationale Stipendienprogramm dient nicht nur der Studienfinanzierung, sondern setzt auch Anreize für Spitzenleistungen. Und da die Stipendien nicht auf das BAföG angerechnet werden sollen, profitieren begabte Studierende aus einkommensschwachen Familien gleich doppelt von der Förderung.

Begabtenförderung hilft jungen Menschen bei der Entfaltung ihrer Talente. Sie stärkt unser Land im globalen Wettbewerb. Sie bringt kreative Köpfe nach vorn und leistet einen wichtigen Beitrag gegen drohenden Fachkräftemangel.

Im Koalitionsvertrag haben die Regierungsparteien vereinbart, dass der Anteil der Studierenden, die durch Stipendien gefördert werden, langfristig von bisher zwei auf zehn Prozent gesteigert und dass das BAföG gesichert und weiter entwickelt werden soll. Außerdem erwartet die Bundesregierung von den Begabtenförderungswerken, dass sie sich stärker für bislang unterrepräsentierte Gruppen öffnen. An allen diesen Zielen wird mit Hochdruck gearbeitet.

Die Stipendien im Rahmen des nationalen Stipendienprogramms sollen von den einzelnen Hochschulen nach Leistung und Begabung vergeben werden. Neben den bisher erbrachten Leistungen und dem persönlichen Werdegang sollen auch gesellschaftliches Engagement, die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, oder besondere persönliche Umstände berücksichtigt werden, die sich beispielsweise aus der familiären Herkunft oder einem Migrationshintergrund ergeben.

Der private Anteil der Stipendienmittel wird nun von den Hochschulen eingeworben, damit die Stipendienvergabe zum Sommersemester 2011 starten kann. Insgesamt sollen 2011 knapp 10.000 Stipendiatinnen und Stipendiaten ein Deutschlandstipendium erhalten.

Die Ko-Finanzierung aus privaten und staatlichen Geldern macht deutlich, dass viele gesellschaftlichen Kräfte, besonders Unternehmen und Stiftungen, aber auch Privatpersonen (zum Beispiel Alumni) eine besondere Verantwortung für die Förderung von Talenten und Nachwuchskräften übernehmen. Mit dem Programm wird die Vernetzung der Hochschulen mit ihrem gesellschaftlichen Umfeld gestärkt und der Grundstein für den Aufbau einer Stipendienkultur in Deutschland gelegt.

Weitere Informationen auf der www.deutschland-stipendium.de

Weitere Stipendienprogramme und Förderprogramme sind hier einsehbar.

Und dann bleibt einem ja noch die Möglichkeit - und oft auch bittere Notwendigkeit - selbst dazu zu verdienen.
Damit man sich nicht im Praragrafendschungel verirrt, gibt ´students at work´, der kostenlose Online-Beratungsservice der DGB-Jugend, unter www.students-at-work.de Antworten auf die wichtigsten Fragen. Das Angebot der DGB-Jugend richtet sich an Studierende, die Fragen rund um Nebenjob, Praktikum und Studienfinanzierung haben. Ratsuchende können sich anonym an ´students at work´ wenden und erhalten innerhalb von 48 Stunden eine kompetente Antwort.

 

 
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