News DetailansichtDebatte über neue Führung im Forschungsministerium
Am 5. Oktober wollen CDU und FDP mit den Koalitionsverhandlungen für eine neue Bundesregierung beginnen. Doch schon jetzt dreht sich das Personalkarussell auf Hochtouren.
Forschungsministerin Annette Schavan (CDU) gilt bei einigen Beobachtern als farblos und deshalb als Wackelkandidatin. Seit Monaten wird über ihren Wechsel an die Spitze der Konrad-Adenauer-Stiftung diskutiert. Sowohl Schavan als auch Bundesklanzlerin Angela Merkel halten sich dazu bisher aber bedeckt. Noch ist nicht sicher, ob Schavan ihr Arbeitszimmer tatsächlich räumen wird. Doch schon jetzt sind eine ganze Reihe an möglichen Nachfolgern im Gespräch. Immer wieder genannt wird Katharina Reiche (CDU). Die 36-jährige Brandenburgerin war 2002 im Kompetenzteam der Union für Familie zuständig. Ihre Vorteile: Sie gilt als Expertin für moderne Technologien und würde die neuen Bundesländer in der Regierung repräsentieren. Auch Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) ist eigentlich Fachfrau für Forschung. Der oberbayerische CSU-Bezirksverband will sie als eine von zwei CSU-Ministern halten. Ob nach wie vor im Landwirtschaftsministerium, ist noch nicht ausgemacht. Als Anwärterin für das Umweltministerium oder das Forschungsministerium wird darüber hinaus Tanja Gönner (CDU) gehandelt, derzeit Umweltministerin des Landes Baden-Württemberg. Und auch Norbert Röttgen, bislang Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU, gilt innerhalb der Partei als reif für ein Ministerium, unter anderem das Forschungsressort. Eine neue Forschungsministerin könnte aber auch aus den Reihen der FDP kommen. Als Favoriten gelten hier die FDP-Europaabgeordneten Silvana Koch-Mehrin sowie Cornelia Pieper, ehemals Generalsekretärin. Ähnlich wie Katharina Reiche verfügt letzere über den politischen Bonus, aus den neuen Bundesländern zu stammen. Ob nun mit alter oder neuer Spitze, das Forschungsressort selbst könnte - wie nach fast jeder Wahl diskutiert - eine Generalüberholung verpasst bekommen. Im Gespräch ist etwa die Rückverlagerung der Verantwortung für Technologie-Fragen vom Wirtschafts- zum Forschungsministerium. Spätestens am 9. November sollten die offenen Fragen beantwortet sein. Dann werden die Koalitionsverhandlungen abgeschlossen sein, verspricht Bundesklanzlerin Angela Merkel. transkript.de
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