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Die Lage des wissenschaftlichen Nachwuchses verschlechtert sich weiter



Der Stellenmarkt für Universitätsprofessuren ist deutlich angespannt und wird es auf absehbare Zeit auch bleiben. Das geht aus einer aktuellen Auswertung des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) hervor, die in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift „Forschung & Lehre“ erscheint. Demnach hat die Anzahl ausgeschriebener Universitätsprofessuren in den letzten Jahren weiter abgenommen. Existierten im Jahr 2009 in der Spitze noch 1.856 Vakanzen, waren es im Jahr 2015 lediglich noch 1.254.

Rückläufig entwickelt sich auch die Zahl der aus Altersgründen ausscheidenden Professorinnen und Professoren. Während in der ersten Dekade diese Jahrtausends jährlich etwa 1.000 Professuren aus Altersgründen frei wurden, sank ihre Anzahl zwischen 2010 und 2015 deutlich: Sie bewegt sich seitdem in einem Korridor zwischen 600 und 670. 2015 belief sich die Zahl der aus Altersgründen ausscheidenden Professorinnen und Professoren lediglich auf 610. Mit einer Entspannung ist erst in den nächsten Jahren zu rechnen. Prognosen des Statistischen Bundesamtes zufolge werden im Jahr 2026 wieder 1.000 Professorinnen und Professoren altersbedingt ausscheiden.

Die Zahl der Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, die demgegenüber eine Professur anstreben könnten, steigt derweil weiter. Kamen 2009 auf eine Universitätsprofessur fast vier qualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, waren es 2015 bereits sieben.
DHV
https://www.hochschulverband.de/fileadmin/redaktion/download/pdf/presse/berufungsmarkt-1.pdf

30.11.2017

 

 
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