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Schulkindern richtige Ernährung schmackhaft machen
Gesunde Ernährung ist auch ein wichtiges Thema für und in Schulen. Hier setzt das neue Arbeitsheft „Ernährung“ an.

(Foto: Anne Günther/FSU)

In Deutschland sind immer noch zu viele Schülerinnen und Schüler zu dick. Das ist zwar keine neue Erkenntnis, aber ein guter Grund über die richtige Ernährung nachzudenken und frühzeitig Hilfestellungen anzubieten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena haben gemeinsam mit vielen Partnern rechtzeitig zum Thüringer Schuljahresbeginn ein Magazin zur gesunden Ernährung für Schulkinder wissenschaftlich begleitet. Entstanden ist ein Arbeitsheft „Ernährung“, das Lehrern und Kindern in passender Form die Bedeutung einer gesundheitsfördernden Ernährungsweise vermitteln und ihnen eine Hilfestellung bei der Auswahl von Lebensmitteln bieten soll. Dank des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL), das den Druck des Magazins finanziert hat, und der BARMER kann das Unterrichtsbegleitmaterial von Thüringer Schulen kostenlos bestellt werden.

Fette Infos für einen gesünderen Lebensstil
Im Magazin-ähnlichen Heft gibt es „Fette Infos“, etwa zum Thema Fette und Fettsäuren, natürlich auch zu Vitaminen, zu Wasser und zu (fast) allem, was man essen und trinken kann. Kinder und Jugendliche können lernen, dass angemessenes Trinken und vollwertiges Essen mit überwiegend heimischen Getreide- und Milchprodukten sowie ausreichend Gemüse und Obst, nicht nur der Gesundheit zuträglich, sondern auch lecker ist. Ebenso gibt es Rätsel und Rezepte, mit denen das Interesse geweckt werden soll, sich mit gesundheitsfördernder Ernährung zu beschäftigen. Zwischen den lebensnahen Informationen verstecken sich Aufgaben, in denen das erlernte Wissen gleich ausprobiert und angewendet werden kann. „Für den Biologieunterricht und die Biologielehrerausbildung in Thüringen liegt mit dieser originellen Broschüre ein Unterrichtsbegleitmaterial vor, das sowohl in der Aus- als auch Fortbildung unterstützend eingesetzt werden sollte und seinesgleichen in Deutschland sucht", führt Prof. Dr. Uwe Hoßfeld von der AG Biologiedidaktik der Universität Jena an.

„Neben einem hohen fachlichen Anspruch, den die beteiligten Experten sicherstellen, konnten Schülerinnen und Schüler ihre Wünsche und Themeninteressen einfließen lassen, was sich auch in einer jugendlichen Sprache widerspiegelt“, sagt Prof. Dr. Stefan Lorkowski von der Friedrich-Schiller-Universität. Der Ernährungswissenschaftler und Koordinator des Kompetenzclusters für Ernährung und kardiovaskuläre Gesundheit (nutriCARD) betont die gute Kooperation mit den Partnern. Neben der Universität Jena, nutriCARD und dem Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (Thillm) war vor allem die Sektion Thüringen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. an Konzeption und Redaktion beteiligt. Das Material wurde inhaltlich vom Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport geprüft und ist am Thüringer Lehrplan der Klassenstufen 7 und 8 ausgerichtet. Es ist ebenfalls für andere Altersstufen flexibel einsetzbar, für die aber auch an das betreffende Alter angepasste Materialien in Planung sind.

Eine elektronische Fassung im PDF-Format ist verfügbar unter: https://doi.org/10.13140/RG.2.2.35393.66407 (DOI: 10.13140/RG.2.2.35393.66407)
Friedrich-Schiller-Universität Jena
https://doi.org/10.13140/RG.2.2.35393.66407

11.08.2017

 

 
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