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Defektes Gen verursacht Schlafstörungen und Winterdepression

Wer unter Schlafstörungen leidet, ist auch anfälliger für depressive Stimmungen. Ein defektes Gen könnte diesen Zusammenhang erklären, berichten amerikanische Forscher. Die Aktivität des Gens PER3 ist vom Tageslicht abhängig und an der Kontrolle des Schlaf-Wach-Rhythmus beteiligt. Zwei Varianten dieses Gens haben zur Folge, dass sich Einschlaf- und Aufwachzeiten stark vorverlagern. Die betroffenen Menschen erkranken außerdem eher an einer depressiven Störung in den Herbst- und Wintermonaten. Genetisch veränderte Mäuse, denen solche menschlichen Gene übertragen wurden, zeigten einen gestörten Rhythmus ihrer Tagesaktivität und depressives Verhalten, berichten die Wissenschaftler im Fachjournal „Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS)”. Die Entdeckung könnte helfen, neue Therapien zu entwickeln.


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Luoying Zhang et al.; „A PERIOD3 variant causes a circadian phenotype and is associated with a seasonal mood trait”, Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS), DOI: 10.1073/pnas.1600039113
Mehr dazu unter: www.wissenschaft-aktuell.de
http://www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Defektes_Gen_verursacht_Schlafstoerungen_und_Winterdepression1771015590076.html

23.02.2016

 

 
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