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Hierarchien bedeuten immer weniger, Teams steigern ihre Kompetenz

Mit einem neuen Teilnehmerrekord ging die 4. HR-Konferenz der Life Sciences- und Gesundheitsindustrie am Donnerstag in Frankfurt am Main zu Ende. Rund 150 Geschäftsführer und Personalverantwortliche aus Pharma-, Biotech-, und Personalberatungsunternehmen diskutierten über Themen wie Mitarbeiter- und Führungskräfteentwicklung, Veränderung der Führungskultur, Recruiting und Herausforderungen im Personal Management in der Gesundheitsbranche.

Thomas Schweins, Senior Vice President (SVP) Human Resources, Strategy & Marketing Services von QIAGEN und Leiter der BIO Deutschland Arbeitsgruppe HR, und Udo Steffens, CEO und Präsident des Gastgebers, der „Frankfurt School of Finance & Management“, eröffneten den Kongress.

Es kamen Geschäftsführer und Personalverantwortliche aus den unterschiedlichen Branchen der industriellen Gesundheitswirtschaft, von Diagnostika bis Medizintechnik, von Biotechnologie bis Pharmaindustrie, vom kleinen Mittelständler bis zum multinationalen Konzern zu Wort.

„Mitarbeiterentwicklung auf allen Ebenen ist besonders im Zuge des Unternehmenswachstums ein wichtiges Thema für uns“, sagte Sylvia Wojczewski, Geschäftsführerin der BioSpring und BIO Deutschland-Vorstand, in der Podiumsdiskussion zum Thema „Kontinuierliches Lernen und Mitarbeiterentwicklung“. Und sie erklärte weiter: „Für uns ist Bestandteil unseres Gesamtkonzepts, dass technische Neuerungen schnell ins Unternehmen implementiert werden und die Mitarbeiter Bestandteil dieses Prozesses sind.“

Oliver Schacht, CEO der Curetis und ebenfalls im BIO Deutschland-Vorstand, erklärte in einer weiteren Podiumsdiskussion: „Nach dem Börsengang im letzten November befinden wir uns nun in einer Phase des beschleunigten Wachstums: Bei dieser Herausforderung hilft es, dass inzwischen schon viele gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter Verantwortung für Projekte, Abteilungen und Bereiche übernommen haben und wir mit ihrer Hilfe auf einer breiteren Basis wachsen können als, dies noch vor ein paar Jahren denkbar gewesen wäre.“

Anja Schmitz vom Diagnostikspezialisten Roche Diagnostics aus Mannheim berichtete in ihrem Vortrag zu Führungskultur-Veränderungen „Lessons learned aus Changemanagement und Führungskräfteentwicklung“, dass der Wandel Zeit brauche. Die Bedeutung von Hierarchien nehme ab und die Kompetenz von Teams werde gesteigert, erläuterte sie die aktuellen Trends.

Torsten Krug, HR-Vorstand von Miltenyi Biotec, dem nach eigenen Angaben größten inhabergeführten Unternehmen der Welt, sagte, dass es insbesondere in den Spitzentechnologien gelte, neben gut ausgebildeten Experten die Managementpositionen professionell zu besetzen. Nur dann ließe sich das Innovationspotential ausreizen.

Das erfolgreiche Konferenzformat mit Fokus auf HR in den Life Sciences und der industriellen Gesundheitswirtschaft, wurde vor vier Jahren durch den Biotechnologie-Branchenverband BIO Deutschland initiiert und mit sukzessiven Co-Veranstaltern, dem Bundesverband der Medizintechnologie (BVMed), dem Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) und mit dem Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) weiterentwickelt. Die Teilnehmerzahl hat sich seit der ersten HR-Konferenz verdoppelt. Kienbaum und Jobvector unterstützten die Konferenz in diesem Jahr als Goldsponsoren.

BIO Deutschland

22.02.2016

 

 
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