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Besser mal den Schnabel halten

Bei unseren einheimischen Singvögeln singen meist nur die Männchen. Aber bei mehr als zwei Drittel aller Singvogelarten weltweit beteiligen sich auch die Weibchen am Gesang. Australische Biologinnen konnten jetzt am Beispiel von Prachtstaffelschwänzen nachweisen, dass ein ausgeprägter weiblicher Gesang mit Nachteilen für die biologische Fitness verbunden ist: Je öfter ein Weibchen in der Brutzeit und während der Aufzucht der Jungen singt, desto häufiger fallen Eier oder Küken Nesträubern zum Opfer. Für die Männchen, die nur in größerer Entfernung vom Nest singen, bestand dieser Zusammenhang nicht, berichten die Forscherinnen im Fachblatt „Biology Letters”. Bleibt die Frage, warum das ursprüngliche Merkmal des weiblichen Vogelgesangs im Lauf der Evolution nicht längst verloren ging, da es doch die Brut gefährdet.


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Sonia Kleindorfer et al.; „Female in-nest chatter song increases predation”, Biology Letters, DOI: 10.1098/rsbl.2015.0513
Mehr dazu unter: www.wissenschaft-aktuell.de
http://www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Besser_mal_den_Schnabel_halten1771015590038.html

14.01.2016

 

 
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