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Veranstaltung für PostDocs: "Planbarkeit und Perspektiven für den Wissenschaftlichen Nachwuchs"

Das PostDoc Board des Leibniz-Institut Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) lädt alle Postdocs herzlich ein zum „offenen PostDoc Retreat“ am 11. November nach Gatersleben zu kommen.
Im Mittelpunkt steht ein Vortrag der GEW und eine anschließende Podiumsdiskussion mit Gewerkschaftern und Politikern zum Thema "Planbarkeit und Perspektiven für den Wissenschaftlichen Nachwuchs" einladen. Seit seiner Gründung vor zwei Jahren versuchet das PostDoc Board des IPK im Dialog mit dem Direktorium auf Probleme aufmerksam zu machen, die sowohl junge als auch ältere promovierte Wissenschaftler in Deutschland haben.
Die Veranstaltung am 11. November ist als Vernetzungstreffen angelegt, um mit anderen PostDoc-Initiativen an anderen Orten in den Austausch zu trete, Erfahrungen zu teilen bzw. gemeinsame Strategien zu entwickeln.

**********Die Details zur Veranstaltung************

Wann: 11.November 2014

Wo: Hörsaal des IPK Gatersleben

Zeitplan:
14:00-15:00 „PostDoc im deutschen Wissenschaftssystem – vom Templiner Manifest der GEW hin zu guter Personalpolitik“ (Prof. Hans-Dieter Klein, GEW Sachsen-Anhalt)
15:00-15:30 Kaffeepause/Gruppenfoto
15:30-17:30 Podiumsdiskussion mit Prof. Hans-Dieter Klein (GEW Sachsen-Anhalt), Prof. Claudia Dalbert (MdL, Bündnis 90/Die Grünen), Hendrik Lange (MdL, DIE LINKE), Vertretern des PhD- und PostDoc-Boards

Themen:
(1) „Welches Unternehmen legt 90% von Ausbildung und Produktion in die Hände von Azubis (Doktoranden) und befristet angestellte Handwerksmeister (PostDocs)?“[1]
(2) „Die Forschung von heute ist die Anwendung in 30 Jahren! Die liegt damit aber nicht in der Legislaturperiode – und deshalb kaum im Interesse der Politik.“ [1]
(3) „Eine nachhaltige Biopolitik muss in längeren Zeiträumen denken“ [1]
(4) „Wer heute eine akademische Karriere anstrebt, ist entweder todesmutig oder verrückt“[2]
(5) Was tut die Politik, um aktiv die zu Unrecht negative Belegung von Biochemie und Molekulargenetik in der Bevölkerung zu verbessern?
(6) Wie stellt sich die Politik den Rücklauf der in die Ausbildung der Wissenschaftler geflossenen Gelder vor, wenn alle 2-3 Jahre ein neues Projekt an einem möglicherweise neuen Arbeitsort ansteht?
(7) Sinkende Förderquoten verbunden mit der Forderung in immer kürzerer Zeit relevante Ergebnisse vorzuweisen erschweren die Vereinbarkeit von Beruf und Familie
(8) Beispiele einer typischen Wissenschaftskarriere mit 10+ Arbeitsverträgen ohne echte Perspektive
(9) Mehr Juniorgruppen für frühe Unabhängigkeit
(10) Stärkung des wissenschaftlichen Mittelbaus
(11) Zunahme der Industrieforschung (Drittmittelfinanzierung liegt am IPK bei 45%)
(12) …

Zum Lesen:
[1] Prof. Wolfgang Nellen, Präsident VBIO und Professor für Genetik an der Uni Kassel, Laborjournal 7-8/2014
[2] https://www.freitag.de/autoren/ulrike-baureithel/im-korridor-vacui
Eine rege Beteiligung wäre wünschenswert, denn es lässt sich sonst kaum glaubhaft vermitteln, dass es obige Probleme gibt.
PostDoc Board IPK
http://www.ipk-gatersleben.de/postdocs/postdoc-retreat/

16.10.2014

 

 
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