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Die Vielfalt der Biodiversitäts-Plattformen

Eine Vielzahl von neuen Internetportalen gehen an den Start, um Biodiversitätsdaten zu organisieren, zugänglich und verständlich zu machen.
Hier eine Auswahl:

Digitaler Biodiversitätsatlas
Qualifizierte und gut zugängliche Umweltdaten über Natur und Landschaft sind eine wesentliche Basis für die gerechte Abwägung zwischen Natur- und Umweltschutz und konkurrierenden Belangen einer regionalen Raumentwicklung. Hier setzt die Web 2.0-Anwendung „Digitaler Biodiversitätsatlas“ an, eine gemeinsame Entwicklung der Fachrichtungen Biologie und Informatik an der Hochschule Bremen. Diese ausschließlich auf Open-Source-Produkten basierende Softwarelösung ermöglicht es, sich in Server-basierten Netzwerken zusammenzuschließen, biologische Daten zu erheben und über das Internet zu kommunizieren. Adressaten sind vor allem Naturschutzverbände, Museen und Bildungseinrichtungen. Angesiedelt ist das Entwicklungsprojekt im Forschungscluster „Region im Wandel“.

Mehr Informationen, siehe Link


Congressgenetics informiert Fachleute über die Rolle genetischer Faktoren für den Schutz bedrohter Arten

Erkenntnisse aus der Genetik als Grundlage für den Naturschutz: Zum 1. Dezember 2012 startet das Internetportal www.congressgenetics.eu, das Informationen über mehr als 4.000 Studien zu Arten, die in Europa bedroht sind, verständlich aufbereitet. Weitere Inhalte sind eine Präsentation und Basisinformationen über die Bedeutung der Genetik für die Artenvielfalt sowie Anleitungen, wie genetische Faktoren in Studien berücksichtigt und Ergebnisse interpretiert werden. In einem Forum können die Nutzerinnen und Nutzer zudem Kontakt zu Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlerin aus ihrer Region aufnehmen. Das Internetportal richtet sich an Fachleute aus Politik, Verwaltung, Naturschutzverbänden und Medien.


LifeWatch
Die europäische Initiative LifeWatch wurde unter Schirmherrschaft von ESFRI gefördert und soll im Dienste der Umweltforschung einen umfassenden Überblick über die biologische Artenvielfalt geben. Die meisten Daten zur Biodiversität stehen unter der Ägide von Forschungseinrichtungen, Umweltschutz- und Nichtregierungsorganisationen (NGO), und das neue Internetportal soll die Biodiversitäts- und Ökosystemforschung nun stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken. LifeWatch wird neue Erkenntnisse zur Funktion von Ökosystemen liefern und die Basis für Vorhersagen und Modellierungen von Wechselwirkungen in der Umwelt und der Verteilung der Arten unter sich ständig verändernden Bedingungen schaffen. Die Forschungsarbeit des LifeWatch-Teams soll politischen Entscheidungsträgern auf nationaler und internationaler Ebene zuarbeiten.
VBIO

05.12.2012

 

 
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