News DetailansichtNeuer Bachelor-Studiengang in Biberach: Industrielle Biotechnologie (Energie und Wertstoffe)
Ziel des neuen Bachelor-Studiengangs in Biberach:
Industrielle Biotechnologie (Energie und Wertstoffe) ist es, Ingenieure auszubilden, die Bioprozesse zur Erzeugung von Energieträgern und Wertstoffen verstehen und anwenden können. Sie benötigen profunde Kenntnisse im Anlagenbau sowie in der Mess- und Regeltechnik. Nach Abschluss des Studiums werden sie in der Lage sein, wirtschaftliche und nachhaltige biotechnologische Produktionsverfahren realisieren zu können. Die Schwerpunkte des Studiums liegen in den Bereichen Verfahrenstechnik, technische Mikrobiologie und Chemie, eingebettet in wirtschaftswissenschaftliche Grundlagen. Die Absolventen werden spezialisiert sein auf den Einsatz von biotechnologischen Verfahren, um Biomasse für die stoffliche (Cellulosefasern, Biopolymere) und energetische (Biokraftstoffe) Verwertung oder Veredelung in den verschiedensten Wirtschaftszweigen bereitzustellen. Die Absolventen der Industriellen Biotechnologie haben damit breit gefächerte Chancen in zahlreichen Branchen – etwa in der chemischen Industrie sowie in Unternehmen für die Herstellung von Lebensmitteln, Kosmetik, Papier, Zellstoff, Textil, Leder, etc.. Chancen: Für die zukünftige Konkurrenzfähigkeit von Unternehmen wird es von entscheidender Bedeutung sein, dass sie die Wertschöpfung nachhaltig optimieren und im Produktionsprozess die Ressourcen und die Umwelt schonen, Produkte verbessern und neue Absatzmärkte erschließen. Interdisziplinär ausgebildete Ingenieure der Industrielle Biotechnologie können innovative Ideen generieren, indem sie bekannte Techniken aus den unterschiedlichsten Wissensgebieten zusammenführen. Derzeit stehen dem Arbeitsmarkt nur wenige Ingenieure zur Verfügung, die die notwendigen verfahrenstechnischen und biotechnologischen Kenntnisse miteinander verknüpfen können, um drängende Fragen unserer Zeit für die Zukunft zu lösen. Die so genannte „Weiße Biotechnologie“ hat sich zu einem wichtigen Teil der chemischen Industrie entwickelt. Zu den bedeutendsten Produkten gehören Energieträger aus Bioethanol oder Biogas. In der Zukunft will man Ethanole der 2. bzw. 3. Generation entwickeln – die eine Produktion dieser Biokraftstoffe außerhalb der Nahrungsmittelherstellung ermöglichen. Zunehmend an Bedeutung für nachfolgende Generationen gewinnen auch die Biopolymere: Biokunststoffe, die zu Kompost verfallen und gleichzeitig besonders gute Festigkeitseigenschaften aufweisen. Dabei kommt die Herstellung – wie bei den Biokraftstoffen – ohne fossile Rohstoffe aus. Weltweit sehen die Regierungen in dieser Forschung und Entwicklung die Lösung für eine schlüssige Energiepolitik: USA-Präsident Barack Obama wie Bundeskanzlerin Angela Merkel haben sich für einen starken Ausbau der Investitionen in diesem Bereich ausgesprochen. Schon heute stellt die Chemie die viertgrößte Branche in Deutschland dar - Experten gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2015 bei der Produktion von bis zu 60% aller Feinchemikalien mindestens ein biokatalytischer Schritt involviert sein wird (Bundesministerium für Bild und Forschung, Weiße Biotechnologie. Chancen für neue Produkte und umweltschonende Prozesse). Feedbacks: Die Deutsche Industrievereinigung Biotechnologie äußerte sich schon in der Planungsphase für diesen Studiengang sehr positiv: „Der Studiengang ist eine konsequente Antwort auf die globalen Herausforderungen wie Reduzierung der Treibhausgase oder Verminderung der Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen. Gleichzeitig ist die Kombination der geplanten Lehrinhalte bundesweit in keinem existierenden Studiengang zu finden – und schon eine zu begrüßende Initiative der Hochschule Biberach“. HS Biberach
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